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Fahrer sollen bei „Bad Eilsen“ nicht nur an Stau denken

Bad Eilsen / Schilder Fahrer sollen bei „Bad Eilsen“ nicht nur an Stau denken

Der Kurort soll Autofahrern auf der A2 nicht länger nur ein ärgerliches Synonym für „Stau“ sein: Dem Beispiel anderer Kommunen im Schaumburger Land folgend, will die Gemeinde auf großen, braunen Schildern an der Autobahn für Bad Eilsen werben – insbesondere für dessen Kurpark.

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Dagmar Söhlke

Quelle: pr.

Bad Eilsen. Bad Eilsen (tw). „Wir folgen damit nicht zuletzt einer Bitte der Bückeberg-Klinik“, berichtet Svenja Edler im Ausschuss für Fremdenverkehr. Die Gemeindedirektorin bei der jüngsten Zusammenkunft der Politiker im Haus des Gastes: „Die Klinik muss, wenn sie in Hannover wirbt, immer wieder hören: ,Wir wissen gar nicht, wo Bad Eilsen liegt.‘“ Zumal Bad Eilsen der einzige namhafte Ort im Landkreis ist, der an der A2 noch nicht vertreten ist.

 Vorarbeiten für das Aufstellen von zwei Tourismusschildern sind bereits abgeschlossen: Die Gemeinde hatte im Juli 2011 bei der Landesbehörde für Straßenbau, Geschäftsstelle Hannover, einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Layout der Schilder gefiel: „Sie sollen das Logo des Kurortes und einen Hinweis auf den Kurpark tragen“, so Edler. Kurz vor dem Ortstermin zur Standortsuche ist Bad Eilsen dann allerdings zurück gerudert, weil das Rathaus ähnlichen Bestrebungen des Vereins Schaumburger Land Tourismus nicht in die Parade fahren wollte.

 „Davon abgesehen“, sagt Edler, „sind wir fast hinten runter gefallen, als wir hörten, dass beide Schilder zusammen inklusive Montage zwischen 12000 und 17000 Euro kosten sollen – das ist viel Geld.“ Zumal man den Erfolg dieser Werbemaßnahme nicht in Zahlen messen könne.

 Aber: Während der jüngsten Generalversammlung des Kur- und Verkehrsvereins hat das Gremium signalisiert, sich mit etwa der Hälfte der Kosten an der Aktion zu beteiligen. Lob kommt daher von Dagmar Söhlke: „Dass sich der Kurverein justament eine neue Satzung gegeben hat, macht diese Förderung erst möglich“, erläuterte die Ausschusschefin. Das erwartete Engagement des Vorsitzenden Jens Dütsch uns seines Teams macht es dem Fachausschuss am Ende leichter, dem Rat einstimmig zu empfehlen, die zwei Werbeschilder anzuschaffen.

 Kritik an der angedachten Gestaltung der Großbleche kommt derweil von Elke Dralle. Die Tourismusmanagerin: „Ich fürchte, dass ,Logo‘ und ,Kurpark‘ alleine zu wenig sind.“ Gemessen an dem, was andere Kommunen im Schaumburger Land an der A2 präsentierten, falle Bad Eilsen ab.

 Söhlke sieht das nicht so: „Die Autofahrer rauschen an diesen Schildern meist schnell vorbei. Sie können in dieser kurzen Zeit nicht viel wahrnehmen. Da müssen wir uns auf Weniges und noch dazu Markantes beschränken.“

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