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Bad Eilsen Festakt und Tag der offenen Tür geplant
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Festakt und Tag der offenen Tür geplant
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00:25 18.04.2018
Informieren über die Arbeit des Vereins Gefährdetenhilfe Bad Eilsen: Eduard Henschel (von links), Viktor Brakowski und Mitarbeiter Thomas Riediger. Quelle: wk
Bad Eilsen

Dabei handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der sich selbst als eine „seelsorgerlich-diakonisch ausgerichtete Arbeitsgemeinschaft von Christen aus verschiedenen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften“ beschreibt.

Kernelement sind Wohneigenschaften

Als Kernelement des Hilfskonzeptes unterhält die Gefährdetenhilfe spezielle Wohngemeinschaften, in denen die hilfesuchenden Menschen familiär mit sogenannten „Hauseltern“ zusammenleben. In Bad Eilsen gibt es zwei solcher Wohngemeinschaften à sechs Bewohner – jeweils plus der „Hauseltern“, die diese Gruppen leiten.

Zusätzlich betreibt die Gefährdetenhilfe noch Zweigniederlassungen in Leopoldshöhe und Blomberg, in denen vergleichbare Wohngemeinschaften unterhalten werden. Insgesamt können in den Einrichtungen der GFH derzeit rund 30 hilfesuchende Menschen untergebracht werden.

"Christliches Lebenskonzept"

Zudem setzt der Verein auf die Vermittlung eines „christlichen Lebenskonzeptes“: „Für uns ist die Bibel schon wie eine Gebrauchsanweisung für das Leben“, erklärt Viktor Brakowski, der die in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen feiernde Gefährdetenhilfe seinerzeit initiiert hat. Daher stehe in der Einrichtung auch jeden Tag eine „stille Zeit“ auf dem Programm, die man wie eine kleine Andacht gestaltet. Wobei freilich keiner der Bewohner gezwungen werde, den christlichen Glauben anzunehmen.

Eine weitere Säule des Konzeptes ist nicht zuletzt das von der Gefährdetenhilfe entwickelte „Arbeitstraining“, zu dem die Motivationsförderung ebenso gehört wie die Vermittlung des richtigen Sozialverhaltens am Arbeitsplatz und etwa die Erledigung von Arbeitsaufgaben in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Objektpflege und Holzbau.

Bewohner sollen nach einem Jahr in den Arbeitsmarkt zurückkehren

„Das Ziel ist es, dass die Bewohner nach einem Jahr in den Arbeitsmarkt integriert werden“, ergänzt Eduard Henschel, der Geschäftsführer der für das Arbeitstrainingsprogramm zuständigen GFH Service gGmbH. In Anbetracht der großen persönlichen Probleme, die die betroffenen Personen bei ihrem Einzug in die Wohngemeinschaften mitbringen, klappe dies natürlich nicht immer, räumt er ein. Zumal es auch Personen gebe, die sich nie in den Arbeitsmarkt integrieren werden. Deshalb könne man auch keine konkreten Zahlen nennen, wie hoch die tatsächliche Erfolgsquote ist. Was man aber sagen könne, sei, dass die Gefährdetenhilfe eine „verhältnismäßig hohe Erfolgsquote“ habe.

Nach eigenen Angaben finanziert sich der Verein über Mitgliedsbeiträge, Geldspenden von Kirchen und etwa Unternehmen sowie durch die Erlöse aus dem Arbeitstrainingsprogramm sowie über Eigenbeträge der Bewohner, die jeweils staatliche Sozialleistungen (Hartz IV) beziehen.

Tag der offenen Tür

Wer mehr über die Arbeit der Gefährdetenhilfe Bad Eilsen wissen möchte und bei dieser mal einen Blick hinter die Kulissen – sprich: in die Wohngemeinschaften – werfen möchte, hat dazu am Sonnabend, 1. September, von 14 bis 18 Uhr Gelegenheit. Dann nämlich lädt der an der Arensburger Straße 9 bis 9c ansässige Verein zu einem Tag der offenen Tür bei Kaffee und Kuchen ein. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens wird es an jenem Tag zudem einen offiziellen Festakt geben.

Darüber hinaus wird auch in den beiden Zweigniederlassungen jeweils ein Tag der offenen Tür veranstaltet: in Leopoldshöhe (Mühlenstraße 59) am 7. Juli und in Blomberg (Nederlandpark 5) am 10. Juli. wk