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Feuerwehr beklagt Überstunden wegen Partys

Bad Eilsen Feuerwehr beklagt Überstunden wegen Partys

Zwei Disco-Veranstaltungen im erst im Herbst eröffneten Palais im Park in Bad Eilsen bedeuten großes Vergnügen für die Partygänger, aber harte Arbeit für die heimischen Feuerwehrleute. Bis zu acht Aktive waren jeweils für sieben Stunden als Brandwache im Palais abgestellt. „Das geht so nicht weiter“, erklärte Gemeindebrandmeister Hartmut Krause.

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Hartmut Krause

Bad Eilsen. Für die Wehr bedeute es zusätzliche Einsatzstunden und somit vor allem am Wochenende eine erhebliche Belastung. Zudem habe der Veranstalter der Feste recht wenig gezahlt. Für die Zukunft müsse daher mit den Verantwortlichen des Palais im Park über die Brandwache noch einmal in aller Deutlichkeit geredet werden. Zudem wartete Gemeindebrandmeister Krause während der Hauptversammlungen der einzelnen Wehren mit interessanten Zahlen von der Samtgemeindeebene auf.

Nicht nur in Luhden (wir berichteten), sondern auch bei den anderen Wehren in der Samtgemeinde ist das Jahr 2015 geprägt von Fehlalarmen und Einsätzen, die teilweise durch Unfug ausgelöst wurden. Spitzenreiter ist die Feuerwehr Bad Eilsen, die 41-mal vergeblich ausrückte. Dann folgen Luhden (38), Buchholz (28) und Ahnsen (vier). Sogar bei fast der Hälfte der 13 Einsätze auf der Autobahn rückte die Wehr unnötig aus. Zudem verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr auf Samtgemeindeebene allein durch Brandmeldeanlagen 31 Fehleinsätze (17 mehr als im Vorjahr). Kommentar des Gemeindebrandmeisters: „Das sind eindeutig zu viel.“ Dagegen stehen in der Statistik der Samtgemeindewehr lediglich acht Brände. Im Jahr 2014 waren es noch 15. Insgesamt verzeichneten die Ortsfeuerwehren zusammen 162 Einsätze. Dieses bedeutet ein Plus von 22 gegenüber dem Vorjahr. Die „technischen Hilfeleistungen“ gingen um acht auf 21 zurück. Die Wehren absolvierten im Jahr 2015 nicht zwei, sondern nur eine Übung.

Die Wehr der Samtgemeinde gehe mit ihrem Geld sorgsam um, wie Gemeindebrandmeister Krause erläuterte. Der Haushaltsansatz 2015 in Höhe von 62.400 Euro ist eingehalten worden. Krause berichtete aber auch, wie schnell das Geld ausgegeben sei. So koste beispielsweise die Unterhaltung der Fahrzeuge 14000 Euro. Allein die Inspektion eines neueren Fahrzeuges verschlinge schon einmal 2500 Euro. Zudem müssten die Gerätehäuser unterhalten (7600 Euro) und bewirtschaftet (9000 Euro) werden. Die Ausbildung der Aktiven koste jährlich etwa 8600 Euro. Und das sei nicht alles.

Für 2016 hat die Feuerwehr Haushaltsmittel in Höhe von 114.000 Euro und zudem für Investitionen 20.000 Euro beantragt. Das Budget für Investitionen berücksichtigt bislang weder das neue Fahrzeug, das der Wehr in Ahnsen schon versprochen wurde, noch die Mittel für den erforderlichen Anbau an das Feuerwehrhaus in Buchholz, wie Krause erläuterte. Andererseits: In den Haushaltsmitteln enthalten ist bereits die Anschaffung von neuen Einsatzüberjacken für alle 73 Aktiven sowie der Kauf 20 neuer Schutzhelme – Kostenpunkt insgesamt: etwa 49.000 Euro.

Zufrieden zeigt sich Krause mit der Nachwuchsarbeit. Immerhin gehören der Jugendfeuerwehr Bad Eilsen 15 Jugendliche (vier mehr als im Vorjahr) an. Unter den 15 Jugendlichen sind vier Mädchen. Ein Plus von drei Kindern verzeichnen die beiden Kinderfeuerwehren, sodass mit derzeit 24 Jungen und 13 Mädchen gearbeitet werden kann. Zudem verfügt die Wehr auf Samtgemeindeebene über 73 aktive Kameraden (darunter sechs Frauen).

Dennoch dürfe sie sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, fordert Krause. Der Gemeindebrandmeister: „Den Kinderfeuerwehren und der Jugendfeuerwehr gilt auch weiterhin die besondere Aufmerksamkeit. Ferner bleibt es unsere dringlichste Aufgabe, neue Aktive zu gewinnen.“ möh

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