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Finale

500 Jahre Reformation Finale

Mit einem an lokalen Veranstaltungen reichen Festprogramm feiert die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe derzeit das 500-jährige Jubiläum der Reformation. Dazu gehören mit „Der Luther-Code“ überschriebene Konzerte des George-Kochbeck-Ensembles, die bislang schon in mehreren Kirchen präsentiert worden sind.

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Für ein friedliches Miteinander

George Kochbeck.

Quelle: wk

BAD EILSEN. Unter anderem in der Christuskirche in Bad Eilsen. Das Abschlusskonzert dieser Reihe steht am kommenden Sonnabend ab 19 Uhr in der Bückeburger Stadtkirche an.

Die „Suite für Kammerorchester, Band und Erzähler“ basiert auf einer von George Kochbeck (Keyboard, Gesang) und dessen Sohn Lucas Kochbeck (Schlagwerk) für eine sechsteilige Dokumentation („Der Luther-Code“) des Fernsehsenders Arte komponierten Filmmusik. Für die Konzertreihe haben die beiden Musiker diese Filmmusik – so ist es der Homepage von George Kochbeck zu entnehmen – um „Adaptionen kirchlicher Lieder und Neuarrangements moderner Popsongs“ erweitert. Komplettiert wird das Ganze bei den Auftritten in den Gotteshäusern mit „kirchengeschichtlichen Informationen und klugen philosophischen Anmerkungen“ eines Erzählers, der durch das Konzert führt.

So resümierte Ecki Stieg, der (bekannt als Radiomoderator) die Rolle jenes Erzählers innehat, zum Auftakt des zweistündigen Kirchenkonzertes in Bad Eilsen, dass jede Veränderung einen Anlass brauche. Auslöser könne dabei auch ein „gravierendes, beängstigendes Erlebnis“ sein, das aber durchaus auch „etwas Reinigendes“ haben könne. Nämlich dergestalt, dass man durch einen Schicksalsschlag feststelle, dass man im Leben nicht viele, sondern nur einige wesentliche Dinge brauche.

Musikalische Szenen aus dem Leben Luthers

So wie bei Martin Luther, der laut Stiegs Schilderung im Sommer des Jahres 1505 bei Erfurt von einem schweren Gewitter überrascht und fast von einem Blitz getroffen worden sei. Woraufhin der spätere Reformator gelobt habe, „sein Dasein als lebensfroher Jurastudent zu beenden“ und stattdessen Mönch zu werden.

Diesen Worten des Erzählers folgte ein daran anknüpfendes Stück mit Titel „Thunder in June“ („Donner im Juni“), dem der Sänger Axel Feige mit seiner Stimme besonderen Ausdruck verlieh. Außer Feige beeindruckte bei dem von der Stimmung her mal melancholischen, mal kraftvollen Konzert immer wieder auch Felicitas Breest mit ihren Gesangsqualitäten.

Mit Blick auf das noch bevorstehende Abschlusskonzert in der Stadtkirche wollen wir an dieser Stelle aber nicht viel mehr über die „Luther-Code“-Suite verraten. Gleichwohl noch dies: Das Gesamtpaket aus raumfüllender Musik und Erzählpassagen ist ein echter Hörgenuss – dem 500. Jahrestag der Reformation angemessen, anspruchsvoll, zum Nachdenken anregend.

Weitere Mitglieder des George-Kochbeck-Ensembles sind Henner Malecha (Bass), Jens Petersen (Gitarre), Theresa Marie Hetzel (Violine), Stefan Gimenez (Violine), Anna Furmanovicz (Bratsche), Monica Mühleise (Cello) und Dorothea Gömmel (Oboe). Mit speziell auf die einzelnen Stücke abgestimmten Illuminationen und Projektionen bereichert der Lichtdesigner Oliver Roth dieses besondere Konzerterlebnis.

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