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Flüchtlinge arbeiten gemeinnützig

Bad Eilsen Flüchtlinge arbeiten gemeinnützig

Es hat einige Wochen gedauert, bis die erforderlichen Genehmigungen vom Landkreis vorlagen: In der Samtgemeinde Eilsen haben die ersten Flüchtlinge jetzt eine gemeinnützige Arbeit aufgenommen.

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Sie wollen helfen, und sie tun das freiwillig: Mimoza, Hassan, Yussef und Nertina unterstützen die Kirchengemeinde bei der Grünpflege.

Quelle: hil

Bad Eilsen. Zwölf Männer und Frauen, die in Bad Eilsen im Haus Berlin untergebracht sind, hatten bereits vor Wochen angeboten, zu arbeiten. Inzwischen wurden für sieben von ihnen Anträge beim Landkreis auf „Gemeinnützige zusätzliche Arbeit“ gestellt, früher besser bekannt als Ein-Euro-Jobs. Dazu muss der Bedarf nachgewiesen werden und sichergestellt sein, dass niemandem ein Arbeitsplatz weggenommen wird.

Die Bewilligungen haben jedoch, wie Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann zwischenzeitlich mitteilte, lange auf sich warten lassen. Nun sind diese eingetroffen. Drei Flüchtlinge werden Schönemann zufolge auf dem Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen arbeiten, vier bei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Sie erhalten dafür eine „Mehraufwandsentschädigung“. Die beim Bauhof eingesetzten Kräfte kümmern sich um die Grünpflege. In der Samtgemeindeverwaltung wird derzeit geprüft, ob nicht für eigene Aufgaben weitere Arbeitskräfte angefordert werden können. Ziel ist es, zumindest die zwölf „Freiwilligen“ aus dem Haus Berlin zu beschäftigen.

In der Kirchengemeinde werden zwei Männer aus Syrien und zwei Frauen aus Albanien tätig. Zunächst sind sie für Pflegearbeiten auf dem Friedhof eingesetzt. Später sollen die Frauen in den Kindertagesstätten „Emmaus“ und „Sinai“ in Heeßen helfen. Auch dort geht es darum, die Außenanlagen in Ordnung zu halten und leichte Hausmeistertätigkeiten zu übernehmen. Ihre Einarbeitung hat schon begonnen.

Der Eilser Superintendent Reiner Rinne hält die Beschäftigungsmöglichkeiten für einen großen Fortschritt. Zum einen sei der Tagesablauf des Schutzsuchenden besser strukturiert, und ihr Selbstwertgefühl steige. Zum anderen hofft er auf eine bessere Akzeptanz in der Öffentlichkeit, wenn sichtbar werde: „Die tun ja was.“ kk

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