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Flüchtlingskinder „große Herausforderung“

Grundschule Heeßen Flüchtlingskinder „große Herausforderung“

In der Grundschule in Heeßen werden derzeit 189 Kinder unterrichtet. Zwölf Jungen und Mädchen sprechen überhaupt kein Wort Deutsch, wie Schulleiter Joachim Preuß dem Schulausschuss der Samtgemeinde mitteilte. Trotz damit einhergehender Probleme bleibt Preuß optimistisch: „Die Lage ist noch nicht hoffnungslos, die Herausforderung aber riesengroß.“

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Der Schulausschuss informiert sich in einem Klassenraum über die bereits gekauften interaktiven Schultafeln, mit denen die Grundschule sehr zufrieden ist. Die Ausschussmitglieder sprechen sich dafür aus, in diesem Jahr weitere Tafeln zu kaufen, damit letztendlich alle Klassenräume mit ihnen ausgerüstet werden können.

Quelle: möh

Eilsen. Hierbei handelt es sich um zwei Kinder aus Tschetschenien, zwei aus Albanien, zwei aus Rumänien, vier aus Syrien, eins aus der Ukraine und eins sogar aus Finnland.

Preuß geht in seinen Planungen von weiteren Kindern aus, die über kurz oder lang in seine Schule kommen, ohne dass sie der Sprache mächtig sind. Für ihn ist es allerdings bisher recht positiv, dass die Jungen und Mädchen derzeit in der Regel nicht aus „bildungsfernen“ Familien kommen, sondern recht aufnahmefähig seien, was den Unterrichtsstoff angehe.

„Wir merken schon deutlich, wie die Kraft schwindet“, sagt der Rektor. Zudem arbeiteten die Teilzeitkräfte an seiner Schule wesentlich mehr Stunden, als sie bezahlt bekämen. Schließlich stellten die kleinen Jungen und Mädchen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, das Kollegium vor große Probleme. Unterstützung von der zuständigen Behörde in Hannover sei dagegen nicht zu erwarten. Er, so Preuß, habe sich schon mehrmals in der Landeshauptstadt schriftlich gemeldet, ohne überhaupt eine Antwort zu bekommen. So habe die Schule bereits den Sportförderungsunterricht gestrichen, um diese frei gewordenen Stunden für die Sprachförderung zu nutzen.

Zwar habe der Landkreis eine befristete Stelle für Deutschunterricht (acht Stunden in der Woche) an der Grundschule bezahlt. Diese Förderung sei aber jetzt ausgelaufen. Der Landkreis habe zwar eine Verlängerung in Aussicht gestellt, die Genehmigung liege allerdings noch nicht vor. Daher sei er froh, so der Schulleiter, dass sich die Flüchtlings-Unterstützergruppe der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde sich bei ihm gemeldet und nachgefragt habe, inwieweit die Schule einer Unterstützung bedürfe. Derzeit werde überlegt, so Preuß, ob und wie man gemeinsam mit der Unterstützergruppe den Kindern unbürokratisch beim Lernen der Sprache helfen könne.

Der Mangel an Deutschstunden ist nach Einschätzung des Schulausschusses keine momentane Engstelle, sondern werde sich in Zukunft noch zu einem viel größeren Problem ausweiten. Die Politiker rechnen mit wesentlich mehr schulpflichtigen Kindern ohne Deutschkenntnisse: Wenn die derzeitigen Kriegsflüchtlinge einen entsprechenden Anerkennungsstatus bewilligt bekommen haben, holen sie mit aller Wahrscheinlichkeit ihre Familien in die neue Heimat nach, so die Überlegung der Ratsmitglieder.

Im Rahmen der Inklusion besuchen derzeit vier Kinder mit unterschiedlicher Behinderung die Grundschule in Heeßen. Alle 189 Kinder werden von zehn Lehrern inklusive Schulleiter Preuß unterrichtet. Hinzu kommen drei Förderschulkollegen, die nur stundenweise an mehreren Schulen Unterricht erteilen, und fünf pädagogische Mitarbeiterinnen, die für die Kinder im Rahmen der „verlässlichen Grundschule“ in der Zeit von 11.45 bis 12.45 und derzeit noch von 12.50 bis 14.30 Uhr in der „nachschulischen Betreuung“ verantwortlich sind. möh

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