Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Freude über das Weiterleben der Orgel

Krakau/Bad Eilsen / Weihe Freude über das Weiterleben der Orgel

Mit einem von hiesigen Firmen gesponserten Kleinbus ist eine Gruppe heimischer Katholiken nach Krakau gefahren, um in der dortigen Kirche der Barmherzigkeit Gottes an der Orgelweihe teilzunehmen.

Voriger Artikel
Mit „Herren 30“ in die neue Saison
Nächster Artikel
Gegen das Vergessen

Der Orgelprospekt mit den Teilen aus Bad Eilsen dahinter.

Quelle: pr.

Krakau/Bad Eilsen. Zum Hintergrund: Im Jahre 2010 ist die Kirche St. Johannes in Bad Eilsen entwidmet worden. Die Orgel aus dem Gotteshaus kam nach Krakau. In Bad Eilsen hatte die von der Familie Walcker in Ludwigsburg gebaute Orgel 41 Jahre lang den Gesang der Gemeinde begleitet. Das Instrument trug dazu bei, dass 1970 in Bad Eilsen der von Johannes Wolpert geleitete Kirchenchor entstehen konnte. Ein letztes Mal war die Orgel bei der „Profanierung“ (Entwidmung“) am 29. Mai 2010 zu hören.

Schon bald darauf wurde das Instrument in mehrere Teile zerlegt und nach Krakau gebracht. Dort wird sie die elektronische Orgel ersetzen. Die so geschaffene erweiterte Orgel hat 19 Register.

 Bei der Ankunft wurde die Gruppe aus Bückeburg vom dortigen Pfarrer, Zygmunt Kosek, begrüßt und während des Besuchs von neben der Kirche in einem Kloster lebenden Josephinen-Schwestern liebevoll versorgt.

 Im Einweihungsgottesdienst begrüßte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Johannes Kersting (übersetzt vom Bruder der Pfarrers, Adam Kosek) die Schwestern und Brüder im Glauben. Er sagte: „Nun hören wir zum Teil unsere alte Orgel, denn sie ist Teil dieser prächtigen Orgel geworden. Wir freuen uns über das Weiterleben unserer Orgel, die bei uns nach der Profanierung von St. Johannes keine Aufgabe mehr hatte. Dieses Instrument verbindet nun unsere Gemeinden. Hier kann unsere Orgel weiterhin Gottesdienste in Freud und Leid begleiteten. Sie lindert mit dem Ertönen auch unser Leid, unser Leid in Bezug auf die Entwidmung der Kirche in Bad Eilsen. Der Klang dieser Orgel ist für uns tröstlich und richtungsweisend.“ Kersting blickte in die Zukunft: „Wir denken daran, dass zwei Teile aus verschiedenen Ländern hier zu einer Einheit geworden sind. Mit freudigem Herzen wünschen wir, dass der Umgang von Polen und Deutschen in Zukunft so harmonisch ist, wie hier die aus zwei Teilen zusammengesetzte Orgel es uns hören lässt.“

 Die Besucher zeigten sich vom guten Klang der Orgel angetan. Der junge Organist erhielt für die Zugaben (Werke von Buxtehude) nach dem Gottesdienst den verdienten Applaus. Mehrere Besucher bedankten sich persönlich bei den Bückeburgern für ihr Erscheinen – und für die Orgel.

 Die Kirche der Barmherzigkeit Gottes war noch in der kommunistischen Zeit mit viel Eigenleistung gebaut worden. Sie steht nahe der Altstadt unweit der neuen Oper. In dem vormals vorwiegend von Offizieren bewohnten Quartier hatte es nur eine Kapelle gegeben. Die besondere Konstruktion der Kirche zeigt sich darin, dass es ein großer Raum ist, der trotzdem einige Möglichkeiten zum Zurückziehen bietet. Zudem schafft der geschlossene Innenhof erweiterte Chancen der Nutzung. Beim Bau war Pfarrer Kosek nicht nur unermüdlicher Organisator, sondern packte auf dem Bau selbst mit an.

Unübersehbar sind in Krakau die Hinweise auf den früheren Papst Johannes Paul II. Auch an der Kirche Barmherzigkeit Gottes fordert ein Plakat die schnelle Heiligsprechung dieses überall im Land verehrten Mannes.

 Schon vor zwei Jahren hatten sich Bückeburger in Krakau umgesehen und unter Pfarrer Bogdan Dabrowski freundliche Aufnahme erfahren. Mit Interesse ließen sich die Besucher damals die Arbeit der Suppenküche erklären. An Werktagen kochen Freiwillige 350 Portionen Essen. Andere Helfer, darunter viele Jugendliche, tragen etwa 100 Essen zu Alten und Kranken. Dank der Ehrenamtlichen und der Spenden finanziert sich diese Einrichtung weitgehend selbst.

 Für eine kleine Schwierigkeit sorgte eine Rundfahrt. Unmittelbar vor der Weichselbrücke versagte ein Reifen den Dienst. Prompt mussten die Insassen das Ersatzrad suchen und anschrauben, bevor weitergefahren werden konnte.  r

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg