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Fuß im Dreirad verklemmt – Feuerwehr kommt

Ortsfeuerwehren Eilsen Fuß im Dreirad verklemmt – Feuerwehr kommt

Immer neue und manchmal auch schreckliche Aufgaben warten auf die einzelnen Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Eilsen. So mussten die Kameraden 2016 nach einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person von einem Auto erfasst und durch die Luft geschleudert worden war, Teile der Leiche einsammeln, um sie dann dem Bestatter zu übergeben.

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Hartmut Krause.

Quelle: möh

Eilsen. Auch die Tatsache, dass einzelne Menschen immer mehr Gewicht haben, beschäftigt mittlerweile die Brandschützer. „Nicht immer, aber immer öfter“, betont Gemeindebrandmeister Hartmut Krause in seinem Bericht über das vergangene Jahr, sei der reguläre Rettungsdienst, der vor Ort auf Menschen mit 130 bis 140 Kilogramm treffe, nicht in der Lage, den Transport aus Haus oder Wohnung in den Notarztwagen allein zu bewältigen, und rufe daher die Feuerwehr zu Hilfe.

Zusammen verzeichnen die vier Feuerwehren der Samtgemeinde für das Jahr 2016 insgesamt 61 Einsätze. Im Jahr 2015 waren es noch 74, wie die Statistik des Gemeindebrandmeisters belegt.

Fehlalarme reduzierten sich

Die Feuerwehren bezeichneten 2015 noch als das „Jahr der Fehlalarme“. Diese bei den Brandschützern nicht beliebten, da vollkommen unnötigen Einsätze reduzierten sich im Jahr 2016 deutlich von 44 auf 17. Die Brandmelder, die in allen Häusern und Wohnungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind, bescherten der Samtgemeindewehr elf „falsche“ Einsätze. Kommentar des Gemeindebrandmeisters: „Dieses ist dennoch ein sehr guter Wert.“ Vergeblich rückte die Wehr auch viermal auf die A2 aus. Die Gründe dieser falschen Alarmierungen sind in der Statistik des Gemeindebrandmeisters nicht extra festgehalten worden.

Kräftig stiegen dagegen die technischen Hilfeleistungen von 21 auf 33 Fälle an. Als Hilfeleistung bezeichnet es die Feuerwehr, wenn Menschen bei Verkehrsunfällen gerettet, Personen aus Fahrstühlen der Kurkliniken oder Altenheimen befreit werden, ein Schaf aus der Aue geholt wird oder auch ein Kind seinen Fuß in einem Dreirad verklemmt hat und professionelle Hilfe benötigt.

Insgesamt 14-mal wurde die Wehr zu Autobahn-Einsätzen gerufen und absolvierte auf Samtgemeindeebene auch zwei Übungen, „mit denen die Leistungsfähigkeit der heimischen Brandschützer“, so Krause, „eindeutig belegt wurde“. Interessant auch die Zeit, in denen die Wehren unterwegs waren: Sie verzeichneten 40 Tageinsätze (7 bis 19 Uhr) und 21 Einsätze in der Nacht (19 bis sieben Uhr).

In der Statistik der Wehr für 2016 stehen insgesamt neun Brandeinsätze (einer mehr als im Vorjahr). Zufrieden zeigt sich der Gemeindebrandmeister über die Tatsache, dass die Brandschützer zu keinem Großbrand ausrücken mussten. Trotzdem sei das Jahr recht arbeitsintensiv gewesen.

9000 Euro weniger ausgegeben

Finanziell arbeiten Samtgemeinde und Feuerwehr eng zusammen. „Die Politik stellt das notwendige Geld ohne Wenn und Aber zur Verfügung, die Brandschützer verprassen die Moneten aber auch nicht sinnlos, sondern gehen sorgsam damit um“, so Krause. So hält er in seinem Bericht fest, dass die Wehr im vergangenen Jahr 9000 Euro weniger als im Etat vorgesehen ausgegeben hat.

Für 2017 haben die Brandschützer insgesamt 120100 Euro für ihre Zwecke beantragt. Und das Geld ist schnell ausgegeben, denn Fahrzeuge und Gerätehäuser müssen unterhalten werden. Die Aus- und Fortbildung der Aktiven kostet pro Jahr ebenfalls einiges. Als besonders wichtig sieht Krause das ADAC-Fahrsicherheitstraining für die Fahrer der Feuerwehrfahrzeuge an. Immerhin lenken nur Ehrenamtliche die Autos: Je besser sie mit dem Fahrzeug umgehen können, desto weniger Schäden sind zu erwarten. Eine Trainingseinheit kostet pro Person etwa 250 Euro.

Aber auch größere Investitionen stehen in diesem Jahr an. So sollen allein für etwa 60000 Euro insgesamt 80 Jacken und 30 neue Helme für die Kameraden gekauft werden. Die Ortswehr Ahnsen soll ein neues „gebrauchtes“ Fahrzeug bekommen. Außerdem muss das Feuerwehrgerätehaus in Buchholz vergrößert werden.

Zufrieden zeigt sich Gemeindebrandmeister Krause mit der Nachwuchsarbeit. So sind 15 Jugendliche (davon vier Mädchen) in der Jugendfeuerwehr Bad Eilsen gemeldet. 40 Kinder (drei mehr als im Jahr 2015) gehören den beiden Kinderfeuerwehren in Bad Eilsen und in Buchholz an. Diese 40 Kids teilen sich paritätisch in 20 Mädchen und 20 Jungen auf.

75 aktive Mitglieder

In den vier Feuerwehren der Samtgemeinde arbeiten 75 Kameraden (acht Frauen) aktiv mit. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von drei Feuerwehrleuten. Der Gemeindebrandmeister appelliert dennoch an die Verantwortlichen in der Wehr: „Wir müssen unbedingt Kinder- und Jugendwehr nach Kräften unterstützen und auch die Suche nach neuen Einsatzkräften forcieren.“ möh

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