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Ganz nah dran am Original

Palais im Park Ganz nah dran am Original

Wüsste man nicht genau, dass Heinz Erhardt schon lange tot ist: Beim „Heinz-Erhardt und Freunde“-Abend im „Palais im Park“ hätte man fast meinen können, der berühmte Komiker und Humorist stehe leibhaftig auf der Bühne.

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„Parodie soll ja ganz leicht gehen, wenn sie denn leicht ginge“, scherzt der Parodist und Stimmenimitator Andreas Neumann während seiner Show.

Quelle: wk

Bad Eilsen. So nah kommt der Parodist und Stimmenimitator Andreas Neumann, der dort am Sonnabend mit seinem Soloprogramm gastiert hat, seinem großen Vorbild.

Die Ähnlichkeit ist schon optisch – von der Figur bis zur Frisur – nicht von der Hand zu weisen. Mimik und Gestik und erst recht die dem Original zu beinahe einhundert Prozent gleichende Stimme, und dazu noch das Erhardt-typische, schelmische Lachen. Keine Frage, Neumann doubelt den legendären Unterhaltungskünstler und Wortakrobaten (1909-1979) wie wohl kein Zweiter auf dieser Welt.

Zumal er dessen Wortspiele und Reime ebenfalls perfekt beherrscht. Darauf abgestimmt präsentiert Neumann in seiner Show überdies auch selbst verfasste, humorige Texte, die eine vergleichbare Güte haben wie die des Wortwitz-Großmeisters.

Nicht ohne Grund war Neumann (geboren 1969) seinerseits bereits in vielen TV- und Radiosendungen zu Gast und trat auch schon auf zahlreichen Theaterbühnen und nicht zuletzt bei Veranstaltungen großer Unternehmen auf, um mit seinem Können die Menschen zu erheitern.

"Wunderbar" schallt aus dem Publikum

Bei seinem Gastspiel im gut besuchten „Palais im Park“ sprang der Funke denn auch schon nach den ersten Sätzen auf das Publikum über. Und es dauerte nur ein paar Minuten, bis einer begeisterten Zuschauerin in einer der hinteren Sitzreihen nach einem seiner Scherze der laute Ausruf „Wunderbar!“ aus dem Munde kam.

Wobei es einerlei war, ob die Witze von Heinz Erhardt entliehen waren oder ob es sich um Neumann’sche Eigenkreationen handelte, da beides von der Qualität dicht beisammen lag. Sofern es sich nicht gerade um die weithin bekannten Gags handelte, die auch heute noch im Fernsehen gezeigt werden und bei denen man sofort weiß, „ja, das ist Heinz Erhardt“, dürfte freilich nur eingefleischten Erhardt-Fans sowie mit einem super Gedächtnis gesegneten Zeitzeugen stets klar gewesen sein, von welchem Künstler was stammte. So konnte die mit einem spitzbübischen Lachen in den Saal geworfene Ansage „Wären Sie heute Abend nicht hier, hätten Sie vielleicht einen schönen Abend erlebt“ dem Geiste Neumanns ebenso entsprungen sein wie dem Heinz Erhardts.

War noch was? Ach ja, die anderen „prominenten Gäste“ („Freunde“), die Neumann mit seinem vergnüglichen Programm für einen Abend auf der Bühne auferstehen ließ. Als da waren Marcel Reich-Ranicki, Jürgen von Manger („Tegtmeier“), Theo Lingen, Hans Moser, Heinz Rühmann und Inge Meysel. Auch diese Parodien hatte Neumann drauf, wobei sich das „Wiederhören“ noch steigerte, wenn man beim Zuhören die Augen schloss.  wk

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