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Gastmahl mit Tänzen und Liedern

Dankeschön für Unterstützung Gastmahl mit Tänzen und Liedern

Eine solche Idee passt in die Weihnachtszeit: Mehrere Flüchtlingsfamilien aus arabischen Ländern wollten sich bedanken für alle Hilfe, die ihnen bislang in Bad Eilsen gewährt wurde.

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Deutsch-arabische Annäherung beim Abendessen.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Deshalb luden sie die Nachbarn, Bürgermeisterin Christel Bergmann, engagierte Unterstützer aus der evangelischen Kirchengemeinde sowie Vertreter des Landkreises und der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu einem Abendessen in das ehemalige „Haus Berlin“ ein.

 Die Kommunikation war nicht so ganz einfach mit den 15 Gastgebern, die aus Syrien, Palästina, aus dem Iran und von den Philippinen kommen. Aber man konnte sich mit einigen Gesten und Englisch-Brocken verständlich machen. Der Raum war gemütlich hergerichtet worden. Etliche Kerzen brannten. Und nach einiger Zeit füllten sich die für das Büfett aufgestellten Tische mehr und mehr.

 Die deutschen Gäste kamen nicht aus dem Staunen heraus, welche überquellende Vielfalt an bunten Platten dort zusammengestellt wurde. Schweinefleisch gab es nicht – das war klar. Aber sonst wären bei diesem Angebot viele erfahrene deutsche Restaurantchefs in Erklärungsnotstand gekommen. Etliche Zutaten sind in speziellen türkischen Geschäften eingekauft worden, weil sie bei einheimischen Discountern oder Einzelhändlern nicht zu finden waren.

 Es gab viel zu entdecken und zu probieren für die eingeladenen Gäste, zu denen der stellvertretende Leiter des Kreissozialamtes, Klaus Böhne, Superintendent Reiner Rinne und der für diesen Bereich zuständige Awo-Sozialarbeiter Mehmet Ruzgar gehörten.

 Und weil sie die Funktion einer Mitinitiatorin hatte, übernahm Heidemarie Hanauske die Eröffnung des Abends. Sie ist die Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt, die sich ganz gezielt und nahezu kreisweit um die Betreuung und Eingliederung der Zuwanderer kümmert.

 Sie dankte den „Küchenfeen“, die etliche Stunden damit verbracht haben müssen, so viele Platten mit Appetit anregenden Spezialitäten aus fernen Ländern zu füllen. Danach begab sich Hanauske mitten hinein in die große Runde, um Konversation zu pflegen, wo es denn möglich war. Als Sprecher der in diesem Haus untergebrachten Zuwanderer begrüßte Wasim Kaddoura alle Teilnehmer des Treffens auf Englisch.

 „Derzeit bekommen wir 20 bis 30 Zuwanderer pro Woche, von 2015 an rechnen wir dann mit bis zu 50 Personen im gleichen Zeitraum“, kündigte die Awo-Geschäftsführerin im Gespräch an. Und sie ist sich klar darüber, dass damit neue Herausforderungen verbunden sind. Jetzt gilt es zunächst einmal, nach vorübergehenden Gemeinschaftsquartieren geeigneten Wohnraum zu finden, damit die Neubürger auch ihre eigene Privatsphäre haben.

 Das frühere „Haus Berlin“ in Bad Eilsen, das der Landkreis für fünf Jahre angemietet hat, dürfte angesichts des erwarteten Zustroms im nächsten Jahr wohl mit einer doppelten Belegung rechnen müssen – immerhin sind derzeit auch noch zwei Etagen frei.

 Die erste abendliche Zusammenkunft mit den deutschen Nachbarn, die mit einem Büfett verbunden war, wurde übrigens von den ausländischen Gastgebern auch dazu genutzt, Tänze ihrer Heimat vorzuführen und außerdem zu singen. sig

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