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„Gemeinde muss Anlagen pflegen“

Bad Eilsen „Gemeinde muss Anlagen pflegen“

Seit 16 Jahren wohnt Siegbert Henke an der Thomas-Mann-Straße in Bad Eilsen, wo er ein schmuckes Heim und einen penibel gepflegten Garten sein Eigen nennt.

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Andere Straßenbäume sind nie richtig angewachsen und kümmern vor sich hin.

Quelle: thm

Bad Eilsen. Für sichtbar schlechter gepflegt hält er den auf öffentlichem Grund stehenden grünen Saum entlang seiner Wohnstraße. Als er dort im Frühjahr an einem Baum die Säge ansetzte, bekam er richtig Ärger. Strafanzeige. Einstellung gegen Zahlung einer Geldauflage. Am schlechten Pflegezustand der öffentlichen Bäume habe sich seither nichts geändert, beschwert sich Henke.

Wie berichtet, hatten im Frühjahr mehrere Anlieger vor ihren Grundstücken stehende Bäume gestutzt. Was folgte, war eine Strafanzeige der Gemeinde. „Wohl auch berechtigt, ich habe dagegen nicht einmal etwas einzuwenden“, sagt Henke, der weder als Erster und damit logischerweise auch nicht als Einziger zur Säge gegriffen hat. „Der Baum hier vorne ist ja über Jahre hinweg regelmäßig von einem anderen Anlieger gestutzt worden. Das kann man ja auch heute noch sehen.“ Nie habe es Probleme gegeben. „Jetzt habe ich dort zum ersten Mal Hand angelegt. Mag auch sein, dass irgendjemand das gemeldet hat – das weiß ich nicht. Die Folge war jedenfalls, dass die Polizei auf mein Anwesen kam und im Briefkasten einen Zettel mit dem Hinweis hinterlegt hat, da laufe ein Ermittlungsverfahren.“

Er habe dann, so Henke weiter, mit der Gemeindedirektorin gesprochen und ihr gesagt: „Sie brauchen nicht weiter suchen – ich stelle mich dem.“ Worauf Svenja Edler ankündigte, sie wolle noch mit einem Gartenfachmann sprechen, ob der Baum eine Überlebenschance habe. Weshalb noch gar nicht klar sei, ob die Gemeinde ihre Anzeige aufrechterhalte. Außerdem: Oft würden solche Dinge auch vom Gericht gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. „Und so ist es dann ja auch letztlich gelaufen“, berichtet Henke etwas zerknirscht, der einen Betrag, den er nicht nennen möchte, an die Staatskasse bezahlt hat. „Ich darf an die Straßenbäume nicht dran, das habe ich akzeptiert“, beschreibt er, seinen Regelverstoß habe er eingesehen.

Und dennoch ärgert sich Henke auch heute noch: „Aus meiner Sicht ist die Gemeinde verpflichtet, ihre Anlagen entlang der Straße besser zu pflegen. Wir sind ein Kurort. Wir zahlen unsere Steuern. Also bitte schön – dann muss man an den Bäumen und den Gehwegen im Wurzelbereich auch was machen.“

Ab und an würden Möbelwagen durch die Straße fahren und von den Bäumen Äste abreißen. Manch ein Baum sei nie „richtig angegangen“, zeichne sich deshalb aus durch seinen Kümmerwuchs. An anderen Stellen im Straßenverlauf drückten Wurzeln die Gossen- und Gehwegsteine derart nach oben, dass sich längst gefährliche Stolperfallen gebildet hätten.

Worüber ärgert er sich sonst noch? Das Laub? „Natürlich“, sagt Henke. „Im Herbst treibt mir der Wind die ganzen Blätter aufs Grundstück. Hier verwuchert alles wild. Ich möchte, dass sich die Gemeinde wieder mehr um die Bäume kümmert. Nicht nur um die Baumscheiben, an denen das Unkraut einmal im Jahr entfernt wird. Sondern auch um die von den Bäumen beschädigten Gehwege. Und um die zu großen Baumkronen, aus denen Lastwagen Äste herausreißen.“ thm

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