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Genieße das Leben

Bad Eilsen / Konzert des Smile-Projektchores Genieße das Leben

Beifall ist auch in der Stiftskirche nichts Ungewöhnliches, zumindest bei Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen. Wie die Besucher beim Auftritt des Smile-Projektchores reagiert haben, das allerdings war schon sehr ungewöhnlich.

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Der Smile-Projekchor mit seinem Dirigenten und Komponisten Axel Christian Schullz.

Quelle: sig

Bad Eilsen. Diese Reaktionen hatten emotionale Züge, wie sie in einem Gotteshaus nicht so üblich sind. Zu einem guten Teil lag das an dem 40-köpfigen Ensemble, das für ein Einmalerlebnis sorgte. Den Chor wird es in dieser Zusammensetzung nicht wieder geben. Er hat sich ausschließlich für die wenigen Tage einer kurzen Konzertreihe gebildet, und zwar aus Frauen und Männern, die sich aus eigenem Antrieb zu dieser Gemeinschaft zusammengefunden haben.

 Aber auch der überzeugend agierende Dirigent und Komponist Axel Christian Schullz aus Duisburg hat die Zuhörer in der voll besetzten Kirche außerordentlich beeindruckt. Zusammen mit Anke Withöft (Organisation) und Andrea Stanley (Medien-Design) hat er dieses ungewöhnliche Chorprojekt aus der Taufe gehoben. Jährlich gibt es eine „Wiedergeburt“, denn dieses Trio lädt für eine weitere Herbsttournee jeweils neue Sangesfreudige zum Mitmachen ein.

 Dabei gibt es keine regionalen, beruflichen und auch keine konfessionellen Grenzen. Wer bei diesem Projekt mitwirken will, muss zunächst einmal die stimmlichen Voraussetzungen dafür mitbringen. Notenkenntnisse sind nicht unbedingte Voraussetzung.

 Aber jedes Chormitglied muss sich als „Einzelkämpfer“ daheim gründlich auf das Projekt vorbereiten und dann auch Urlaub nehmen für das gemeinsame Probenwochenende und die Tournee, die in der Regel sieben Konzerte an acht Tagen umfasst.

 Ein Reisebus bringt den Chor zu den verschiedenen Orten. Übernachtet wird in Jugendherbergen. Diesmal kam die fröhliche Singgemeinschaft aus Porta Westfalica. Begleitet wurde sie von Niclas Floer (Piano) und Chris Paus (Percussion). Gesungen wurde auswendig, also ohne Text- oder Notenblätter. Voller Konzentration folgten die Chormitglieder den Blicken und Gesten ihres Leiters. Alle waren nahezu unaufhörlich in Bewegung, denn diese Musik bestand überwiegend aus mitreißenden Rhythmen, konnte aber auch sehr einfühlsam daherkommen. Sie wirkte nicht nur sehr authentisch und lebensnah, sie war es auch.

 Die Texte befassen sich mit Lebenssituationen, die auf jeden Menschen zutreffen. Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt. In den Songs war auch die Rede davon, dass nicht Titel ein Leben reicher machen, sondern ganz andere höher angesiedelte Werte. Der Chor gab auch die Empfehlung ab, den Augenblick zu genießen, der möglicherweise nicht wiederkommt und einzigartig ist.

 Es passt zu diesem Komponisten, dass er auch zwei Artikel der „Human Rights“ (Menschenrechte) der UNO-Charta vertont. Diese Welt sähe anders aus, wenn sie denn überall befolgt würden, wollte Schullz damit zum Ausdruck bringen.

 Übrigens: Hinter dem Namen des Smile-Projektchores verbirgt sich das Motto „Singen mit Inspiration, Leidenschaft und Enthusiasmus“.

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