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Bad Eilsen Geschichte entdecken
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09:30 12.09.2017
Bei der Präsentation des Buches projiziert Dieter Gutzeit (rechts) einzelne Seiten mittels eines Beamers auf eine Leinwand; Friedrich Winkelhake (links) gibt dazu dann die passenden Erläuterungen. Quelle: wk
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Bad Eilsen

Insgesamt 88 Seiten stark und reich mit Fotos bebildert, nimmt der von dem in Bückeburg lebenden Heimatforscher Friedrich Winkelhake (Vereinsvorsitzender) verfasste und von Dieter Gutzeit (Vize-Vorsitzender) produzierte Titel den Leser mit auf eine Spurensuche an Orte, an denen früher – und zum Teil auch noch heute – Bodenschätze abgebaut wurden. Informiert wird etwa über den Steinkohle- und Eisenerzbergbau, den Abbau von Sand, Kies, Ton, Kali, Torf und Sandstein, die Gewinnung von Salz sowie nicht zuletzt über Fundorte von „Schaumburger Diamanten“ und anderen besonderen Mineralien. Natürlich sind auch die bereits seit dem Jahr 1650 bekannten Bad Eilser Schwefelquellen ein Thema.

Auf die Idee zu diesem Buch, dem mittlerweile 15. Titel des Heimat- und Kulturvereins Eilsen, war Winkelhake beim Durchstöbern von bei ihm zu Hause gelagerten alten Dokumenten und Fotos gekommen. Dabei war ihm eine Projektarbeit in die Hände gefallen, die er 1992/1993 gemeinsam mit Schülern einer von ihm damals als Lehrer unterrichteten vierten Klasse der Heeßer Grundschule erstellt hatte. Anstoß dafür hatte das im Lehrplan vorgegebene Unterrichtsthema „Denkmale (Bergbau)“ gegeben, dem sich Winkelhake und die Viertklässler dann dergestalt gewidmet hatten, indem sie im Schaumburger Land auf eine entsprechende Entdeckungsreise gegangen waren.

Versteckte Stolleneingänge

Dazu gehörten Recherchen im Niedersächsischen Staatsarchiv (Bückeburg) mit Sichtung von historischen Schriftstücken, Bildern und Karten ebenso wie Exkursionen, etwa zwecks Suche nach alten, nicht selten versteckt gelegenen Stolleneingängen aus der Zeit des Kohlebergbaues. Die Dokumentation dieser Projektarbeit hatte Winkelhake später sogar bei einem Geschichtswettbewerb des deutschen Bundespräsidenten als Wettbewerbsbeitrag eingereicht, woraufhin diese immerhin mit einem Buchpreis belohnt wurde.

Nachdem ihm diese Projektarbeit also wieder in die Hände gefallen war, lag der Gedanke nahe, darauf basierend ein Buch zu erstellen. Zum einen, um damals recherchierte Informationen auf diese Weise zu bewahren, zum anderen, um interessierte Leser zu motivieren, rauszugehen und ihrerseits diesem Teil der Geschichte des Schaumburger Landes hinterherzuspüren. Winkelhake hatte sich im Zuge der Vorbereitung dieses Buches übrigens auch selbst noch einmal auf etliche Wanderungen begeben, um beispielsweise zu überprüfen, welche der seinerzeit beschriebenen Relikte heute noch zu finden respektive zugänglich sind.

Erhältlich ist das Buch „Schaumburgs Bodenschätze – Erkundungen“ zum Preis von zehn Euro pro Exemplar in Bad Eilsen unter anderem bei der Tourist-Info sowie in Bückeburg bei der Hofbuchhandlung Frommhold und bei der Buchhandlung Scheck. wk

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