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Golfclub vertagt Erweiterung des Platzes auf 18 Loch

Eilsen / Landbesitzer fordert "Wahnsinnssumme" Golfclub vertagt Erweiterung des Platzes auf 18 Loch

Die Mitglieder des Golfclubs Am Harrl müssen sich weiter mit einer Neun-Loch-Anlage begnügen. Die Erweiterung auf 18 Loch, die für 2012 angekündigt worden war, ist vertagt worden, wie Präsident Volker Kipp bei der Jahresversammlung mitteilte.

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Volker Kipp

Quelle: pr.

Eilsen (möh). Die Verhandlungen mit den Landwirten, von denen die Golfer zusätzliche Flächen pachten wollten, hätten sich negativ entwickelt. So sei man sich schon per Handschlag einig gewesen. Aber dann hätten die Landbesitzer plötzlich erklärt, sie seien nur bereit, dem Klub die Äcker zu verkaufen und hätten die „Wahnsinnssumme“ von 800000 Euro gefordert. Der Präsident betonte, dass die Betreibergesellschaft mit Lutz Ahner nicht bereit sei, diese Summe zu zahlen. Zumal der Ausbau über eine Million Euro koste, bevor die Golfer auf einem Platz mit 18 Loch spielen könnten.

 Kipp möchte aber trotz dieser negativen Erfahrung die Erweiterung der Anlage zum 18-Loch-Golfplatz nicht aus den Augen verlieren. Es gebe seiner Meinung nach noch eine kleine Chance, an die Flächen per Pachtvertrag zu kommen. Der Vorsitzende wollte sich in seinem Rechenschaftsbericht zu dieser Angelegenheit nicht äußern, um zunächst in aller Ruhe verhandeln zu können, bevor eine Öffentlichkeit, wie im vergangenen Jahr, hergestellt werde.

 Finanziell ist der Golfclub Am Harrl derzeit nicht auf Rosen gebettet, wie Kipp mitteilte. So habe das Klubhaus fast 100000 Euro mehr gekostet, als geplant. Und dann sei ihm noch eine Nebenkostenabrechnung in Höhe von 14000 Euro für die vergangenen drei Jahre auf den Tisch geflattert. Die Betreibergesellschaft, von der der Club die Anlage nur gepachtet hat, sprang mit einem langfristigen Kredit in die Bresche. Außerdem berichtete Kipp, dass der Verein ab 2013 mehr Geld an die Betreibergesellschaft zu zahlen habe, wie bereits vor Jahren schriftlich festgelegt worden war.

 Um über die Runden zu kommen, wolle der Vorstand des Klubs, so der Präsident, die Mitglieder nicht mit einer Umlage belasten, sondern schlage eine moderate Erhöhung des Mitgliedsbeitrages vor. So wird mit Zustimmung der Versammlung ab 1. Januar 2013 der Jahresbeitrag für Vollmitglieder und für eine Zweitmitgliedschaft um jeweils 50 Euro und für Jugendliche um 25 Euro angehoben. Mit diesen zusätzlichen Einnahmen kämpfe der Klub, so Kipp und sein Vize Matthias Lehmann unisono, nicht immer ums „finanzielle Überleben“, sondern habe Geld als Puffer zur Verfügung.

 Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben hat der Golfclub auch den Bau einer Abschlaghütte für den Winter. Zwar hätten sich Sponsoren für einige Gewerke angedient, aber der Club hätte noch viel Geld aus eigener Tasche zahlen müssen, erläuterte Kipp. Das wolle und könne der Verein nicht. Er, der Präsident und seine Kollegen, arbeiteten aber weiterhin daran, dieses Projekt noch „irgendwann“ verwirklichen zu können.

 Positiv ist die Mitgliederentwicklung. So waren es im Jahre 2011 insgesamt 386, 2011 schon 449 und aktuell sogar 482 Männer und Frauen, die dem Golf frönen. Gute Erfahrungen hat der Klub mit Internetmitgliedschaften gemacht. Derzeit zahlten 25 Interessenten, vor allem aus Bayern, 240 Euro pro Jahr. Sie gehörten dem Golfclub Am Harrl an, würden aber nie dort spielen. Stolz verkündete Kipp auch, dass 2010 etwa 800 Runden auf dem Platz gespielt worden seien. 2011 habe man 1578 Runden gezählt.

 In diesem Jahr würden wieder viele Turniere angeboten, die teilweise komplett von Sponsoren ausgerichtet würden, berichtete Kipp. Dennoch würde am Wochenende auf jeden Fall ein Tag komplett zur Verfügung stehen, auf dem Freizeitgolfer ihrem Hobby nachgehen könnten. Der Klub sei stolz, dass er Golf als Breiten- und Leistungssport anbietet. Sehr zufrieden ist er mit seinem „Pro“ (Trainer) Ulrich Schäring, der sich um den Nachwuchs kümmert. Er ist dermaßen ausgelastet, dass bereits überlegt wird, ihm langfristig einen Assistenten zur Seite zu stellen. Denn wenn Erwachsene Einzeltraining mit dem „Pro“ anpeilen, haben sie eine Vorlaufzeit von Wochen.

 Einstimmig wählten die Mitglieder Schatzmeister Bernd Seehase für weitere drei Jahre. Vizepräsident Matthias Lehmann berichtete, dass der Vorstand an einer neuen Satzung mit Geschäftsordnung arbeite. Wenn sie das Amtsgericht genehmigt hat, wird sie den Mitgliedern zur Beschlussfassung vorgelegt und kann noch 2012 verabschiedet werden.

 Sportwart Ulf Heesch ehrte Mitglieder. So hatten Nora Lehmann ihr Handicap von 40 auf 30,1, Andre Reingen von 20,6 auf 11,6 und Paul Ritter von 16,1 auf 5,8 verbessert. Jens Peddinghaus hatte die meisten Runden auf dem Platz absolviert, und zwar 33, wie die Statistik ausweist.

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