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Gut gehüteter Schatz zu verschenken

Neues Heim für Kalender gesucht Gut gehüteter Schatz zu verschenken

Seit mehr als 35 Jahren haben Hiltraud und ihr Mann Hans Wluka (beide 77) Kalender aller Art gesammelt.

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Hiltraud Wluka vor geraumer Zeit im Ausstellungsraum des Badehotels vor den Exponaten aus England – den ältesten Stücken ihrer Sammlung.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Die zwischenzeitlich über 3000 Exponate stellten sie in den vergangenen Jahren in einem Raum im Badehotel aus, das bereits als „Kalenderzimmer“ bekannt war. Jetzt steht dieses historische Gebäude zum Verkauf und die Wlukas mussten ihr Domizil bereits räumen.

 Und nun das große Problem: Wohin mit den Jahreskalendern? Das Ehepaar, das in seinem Einfamilienhaus keinen Platz hat, kontaktierte bereits diverse Museen. Sie hätten jedoch alle abgewunken, weil sie die komplette Sammlung (zwischen 2200 und 2500 Kalender) nicht übernehmen wollten. Hiltraud und Hans Wluka möchten für ihren Fundus kein Geld. Sie suchen nur einen Liebhaber, damit die Sammlung in gute Hände kommt. Hans Wluka: „Für den Reißwolf sind die Exponate viel zu schade.“ Schließlich stellen diese für das Ehepaar Wluka das Lebenswerk dar.

 Als unscheinbar präsentierte sich der kleine Raum im großen Badehotel. Immer sonntags konnten Besucher den Schatz des Ehepaares an der Harrlallee bewundern – etwa 3000 bebilderte Jahreskalender. Die ältesten stammen aus den Kriegsjahren 1941, 1942 und 1948 und fanden den Weg aus England in den Kurort. „Es ist wie ein Virus. Wer ihn sich einmal eingefangen hat, wird ihn nicht wieder los“, beschreiben Hiltraud und Hans Wluka ihre Sammlerleidenschaft. Stolz sind sie darüber, dass weit mehr 1000 ihrer Exponate im Laufe der Jahre in das Deutschen Märchenmuseum Bad Oeynhausen, in das Europäische Ländermuseum und in das Technikmuseum, die beide in Berlin angesiedelt sind, wanderten.

 Zeit ihres Lebens hat sich besonders Hiltraud Wluka für Kalender interessiert. In Hannover kam das Ehepaar erstmals mit einer entsprechenden Sammler-Ausstellung in Kontakt. Dann sprang der Funke über.

 Viele ihrer Kalender haben Hiltraud und Hans Wluka von Freunden und Bekannten erhalten. Einige interessante Exemplare, die sie unbedingt besitzen wollten, haben sie auch gekauft. Viele der Kalender haben im Verlauf der Zeit an Wert zugelegt. Wer allerdings den legendären Pirelli-Kalender mit den leicht bekleideten jungen Damen, der schon vor seinem jährlichen Erscheinen mit viel Geld gehandelt wird, sucht, stöbert im Fundus der Wlukas vergeblich.

 Zu allen Kalendern haben die Wlukas eine besondere Beziehung und wissen zu jedem eine kleine Geschichte zu erzählen. Und wer sich bestimmte Exponate anschaut, erlebt zudem einen Gang durch die heimische Geschichte. So befinden sich Kalender des Gymnasiums Adolfinum aus 1992 mit dem Titel „Bückeburg und seine Umgebung“ und „Schaumburger Ansichten“ des Wilhelm-Busch-Gymnasiums in Stadthagen (1995 und 1996) sowie „Die Arensburg im Wandel der Geschichte“ in ihrer Sammlung. Auch die kompletten Sätze der heimischen Volksbanken und Sparkassen sind vorhanden. Stolz sind die Sammler ferner auf die Kalender, die den Bereich der Kirchen betreffen, und auf die von Peter-T. Schulz, auf deren skizzierten Blättern immer ein kleines Häuschen mit Qualm die Echtheit dokumentiert, wie Hans Wluka erläutert.

 Wer die Exponate übernehmen möchte, sollte sich beim Ehepaar Wluka, Telefon (05722) 981234, melden. möh

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