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Gut gerüstet für die nächsten Schritte

„Palais im Park“ – Umbau im Zeitplan Gut gerüstet für die nächsten Schritte

Dort, wo noch vor einem Jahr auf dem Parkett Platz gewesen ist für Hunderte Tänzer oder die Stuhlreihen für Besucher, ragen heute Rohre aus Aluminium und Stahl steil nach oben.

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 Svenja Edler und Erik Meier präsentieren die neuen Farben für den Kursaal.

Quelle: thm

Eilsen. In luftiger Höhe legte sich noch vor Kurzem eine Putzdecke über die Szenerie. Die ist mittlerweile einem silbrig glänzendem Muster aus rippenartig profilierten Blechen gewichen, das in einer Art Schachbrettmuster die obere Decke des einstigen Bad Eilser Kursaales bildet. Wer diesen betritt, der erkennt auf den ersten Blick die deutlichen Fortschritte, die der Umbau von Kursaal und Kurtheater zum Veranstaltungszentrum „Palais im Park“ inzwischen gemacht hat.

Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Und auch der Kostenrahmen wird nach heutigem Stand der Dinge wohl eingehalten werden. Dasselbe Bild wie innen bietet sich auch außen: Es geht voran. Mit Beginn des zurückliegenden Herbstes hatten die Bauarbeiter die Fassade des Gebäudepaares vom alten Putz befreit. „Wir haben Glück gehabt mit dem Wetter – der neue Putz ist bis Mitte Dezember an die Wand gekommen“, freut sich Bürgermeister Bernd Schönemann über das Fortschreiten der Arbeiten.

Auch sämtliche Fenster seien ausgetauscht worden. Die alten Fenster habe die Fürstliche Hofkammer in Bückeburg abgeholt. „Die waren daran wegen der alten, geblasenen Glasscheiben sehr interessiert“, erläutert Schönemann. Von der Straße her ist all das kaum auszumachen, weil sich vor der Wand eine Sichtschutzfolie breitmacht.

„Die Malerarbeiten an der Fassade hätten eigentlich schon beginnen sollen“, ergänzt Svenja Edler, die Kämmerin der Samtgemeinde. „Aber es ist jetzt nicht wirklich dramatisch, dass wir da einige Tage hintendran sind.“ Dafür sei in den künftigen Catering-Bereichen von Saal und Theater sowie im Eingangsbereich des Theaters inzwischen der Estrich gegossen worden.

Mittlerweile fertiggestellt ist auch der Schacht für den neuen Aufzug. Dieser wird auf der Kurparkseite im Winkel von Kursaal und Badehotel eingebaut. „Für den Fahrstuhl läuft gerade die Ausschreibung, Submissionstermin ist am 21. Januar“, erläutert Edler.

Auch vieles andere geschieht zumindest insofern im Verborgenen, als es im Innern des Gebäudes stattfindet und damit interessierten Blicken von außen entzogen ist. Durch das bislang im reinen Wortsinn turmhohe Bühnenhaus ist früher ein Gros der Heizenergie – dem Kamineffekt geschuldet – nach oben entwichen. Das kann künftig nicht mehr geschehen, weil eine massive Zwischendecke aus Beton eingezogen worden ist. Unter ihr befindet sich die Bühne, auf ihr ist reichlich Platz für die Bandmeldetechnik, für einen Elektroraum und eine riesige Lüftungszentrale.

Letztere lag früher hinter der Saalbühne in einem Kellerraum, der heute zum Badehotel gehört. „Bekanntlich haben wir die saubere Trennung der beiden Gebäude, die früher zu einem Gesamtkomplex gehörten, ja gleich mit Beginn der Sanierung vorgenommen“, erläutert Schönemann.

Keine Angst vor Überraschungen haben darf derjenige, der ein altes Gemäuer „anfasst“. Er entdeckt Stuckelemente, die hinter Verblendungen verschwunden waren (wir berichteten). Er stößt auf das Kopfsteinpflaster einer alten Straße, über die vor 90 Jahren einfach hinweg gebaut worden ist (wir berichteten). Oder er findet auch längst vergessene, weil zugemauerte Fenster, so geschehen an der Ostfassade des einstigen Kurtheaters. Diese sollen künftig wieder sichtbar sein – zumindest von außen.

Sogar die Fährte der ursprünglichen Farbgestaltung haben die Sanierer in beiden großen Sälen aufgenommen. „Das Ingenieurbüro Wehmeyer hat wirklich die vier oder fünf Farbschichten freigelegt, die im Laufe der Jahrzehnte dort aufgebracht wurden. Da kann man genau sehen, wie es ursprünglich war und welche Veränderungen es zwischendurch gegeben hat. Wir haben dann festgelegt, in die Richtung der ursprünglichen Farbgestaltung zu gehen.“

Zum Schluss stellt sich die Frage nach den Baukosten. „Wir bewegen wir uns immer noch im Rahmen der Kostenschätzung“, spricht Svenja Edler den ermittelten Betrag von 5,05 Millionen Euro an. Hinzu kämen bekanntlich Inventarkosten von 150000 Euro. thm

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