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Hat die „Reunion“ noch eine Zukunft?

Treffen ehemaliger britischer Militärangehöriger Hat die „Reunion“ noch eine Zukunft?

Steht die „Bad Eilser Reunion“, das traditionelle Treffen der von 1945 bis 1955 im Kurort stationierten britischen Soldaten, vor dem Aus? Auch wenn Bürgermeisterin Christel Bergmann und deren Stellvertreterin Dagmar Söhlke, deren Familie übrigens auch privat sehr in die Reunion eingebunden ist, während des traditionellen Britischen Nachmittages unisono erklärten, sie hofften in der Zukunft noch auf viele gemeinsame Veranstaltungen, sehen die Aussichten nicht rosig aus.

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Ein kleiner, aber feiner „Britischer Nachmittag“ hat in der mit deutschen und britischen Fahnen geschmückten Eilser Kaffeemühle stattgefunden. 

Quelle: möh

Bad Eilsen (möh). Der Grund: Die betroffenen Soldaten werden älter und können nicht mehr unbedingt die Strapazen einer weiten Reise auf sich nehmen. Es besteht aber die Hoffnung, dass man diese Reunion, die bisher auf den heimischen Raum begrenzt war, auf andere ehemalige Standorte der Briten in der Umgebung erweitert.

 Geoffrey Rich, bekannt als Alleinunterhalter und auch ein ehemaliger Angehöriger der britischen Streitkräfte, der nach dem Ablauf seiner Dienstzeit in Deutschland blieb, sprach schließlich aus, was viele Betroffene als eine vernünftige Lösung für die Zukunft ansehen. Man müsse sich überlegen, ob die „Bad Eilser Reunion“, deren Sinn und Zweck es ist, ehemalige Kameraden, die für „britische und verwandte Dienste zwischen 1945 und 1955 in und um Bad Eilsen gedient oder gearbeitet haben“, wieder zu vereinen, auf eine breitere Basis stellen oder einfach ausbauen könnte.

 Er verwies auf die Nachbarstädte Minden, Herford, Rinteln, Bielefeld und auch Gütersloh, in denen Briten stationiert waren, die eingebunden werden könnten. Die bisherige Organisation funktioniere ganz ausgezeichnet, und daher müsse auch eine Erweiterung ohne Weiteres möglich sein.

 Die Gemeinde Bad Eilsen, die es sehr bedauern würde, wenn die Reunion „einschlafen“ würde, hat nach Angaben ihrer Bürgermeisterin und ihrer Stellvertreterin keine Bedenken gegen eine Erweiterung um andere oder jüngere ehemalige britische Soldaten. Sie würde auch weiterhin für den traditionellen Britischen Nachmittag, der jetzt in der Eilser Kaffeemühle stattfand, zuständig sein wollen.

 An der 16. Reunion nahmen nur noch neun Gäste aus Großbritannien teil. Der älteste Ex-Soldat, der begrüßt wurde, hat bereits sein 91. Lebensjahr erreicht. Nach 65 Jahren war Don Kay das erste Mal nach seiner Dienstzeit wieder in Bad Eilsen. Einige der alten Gebäude habe er wiedererkannt, auch wenn der Kurort ansonsten sein Gesicht drastisch verändert habe – „zum Positiven“, wie Kay erklärte.

 In ihrer Begrüßung erklärte Bergmann, dass sie stolz auf die lange Tradition der Reunion in Bad Eilsen sei. Als Erinnerung überreichte sie eine Tasse mit Aufdruck des Bückeburger Schlosses. Söhlke verwies zudem auf die vielen Freundschaften, die geschlossen worden seien.

 An der ersten Reunion im Jahr 2000 hatte noch 30 britische Veteranen sowie zusätzlich Partner und Gäste aus den Reihen ehemaliger deutscher Zivilangestellter teilgenommen. Die Gemeinschaft, so ist auf der Internetseite www.badeilsen.org.uk nachzulesen, verfügt über mehr als 350 Mitglieder in zehn Ländern in der ganzen Welt. Es erscheint sogar viermal im Jahr eine Zeitung mit dem Titel „Bad Eilsen Reunion Gazette.

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