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Bad Eilsen Heimspiel des Entzückens
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Heimspiel des Entzückens
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00:16 23.10.2013
Authentischer geht nicht: Die fünf Dire-Strats-Jungs aus Bremerhaven bringen den Sound des Originals in Perfektion auf die Bühne. Quelle: thm
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Von Thomas Meinecke

Bad Eilsen. Riesenbeifall schon, als die fünf Jungs aus Bremerhaven sich aufmachen, die Bühne zu betreten. Das klingt nicht nur nach Heimspiel, das ist ein Heimspiel. Ein bisschen sehen vier der fünf Recken ja doch aus, als seien sie soeben dem Heinz Strunk von der Leinwand gehüpft. Ihr Gemüse jedoch ist der Sound, der um die Welt gegangen ist. Und mit dieser Sorte Speck fangen diese gestandenen Vollblutprofis ihre Mäuschen.

Die rekeln sich unten auf dem Parkett im wohligen Gefühl dessen, das da gleich über sie kommen wird. Und es fehlt an nichts: die glockenklaren Gitarrenarrangements, mit denen das Original Weltruhm erlangte; der über die Maßen weiche und singende Ton der Leadgitarre; die lang ausgespielten balladenhaften Stücke, die so typisch sind für Dire Straits.

„Wolle ist der Kopf der Band“, heißt es im Bandinfo. Tatsächlich führt Gitarrist Wolfgang Uhlich vom linken Bühnenrand eher unmerklich Regie, ein Solostar der wohltuend unaufdringlichen Kategorie. Was Wolle nicht daran hindert, gelegentlich in Richtung Bühnenmitte zu wechseln, dorthin, wo die beiden saitenbewehrten Mitstreiter rocken. Brüder im Geiste. Brothers in Arms. Und der Kursaal kocht.

Es braucht nicht viel, die da unten zu begeistern. Doch: Es braucht enorme Fingerfertigkeit, den Knopflersound fingerpickend so perfekt zu intonieren, dass einem die Herzen zufliegen. Sultans of Swing, Money for nothing, Walk of Life. Die Bude johlt. Viele hält es nicht in den Sitzen. Sie toben. Sie tanzen. Sie klatschen. Großes Kino – für die Ohren, fürs Erinnern.

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