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Helfer in allen Lebenslagen

Unterstützerkreis für Flüchtlinge Helfer in allen Lebenslagen

Sie fahren Flüchtlinge zu Deutschkursen, helfen bei Ämtergängen und versuchen, den Männern, Frauen und Kindern aus Kriegsgebieten in Syrien und im Libanon das Einleben in der Samtgemeinde zu erleichtern: Der 25-köpfige Unterstützerkreis der in Bad Eilsen untergebrachten Flüchtlinge ist bei einem weihnachtlichen Treffen mit viel Lob und guten Worten bedacht worden.

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Landesbischof Karl-Hinrich Manzke hört sich die Sorgen der Flüchtlinge an.

Quelle: möh

Von Cord-Heinrich Möhle

Bad Eilsen. Was von ihnen derzeit geleistet wird, bezeichnet Erster Kreisrat Klaus Heimann als vorbildlich, wenn nicht sogar phänomenal. Auch Landesbischof Karl-Hinrich Manzke ist begeistert und überlegt, wie die Landeskirche das tolle ehrenamtliche Engagement noch besser unterstützen kann. Aber auch die derzeit vier geflohenen Familien mit insgesamt 15 Personen, die an der Theodor-Heuss-Straße leben, fühlen sich wohl und nehmen die Hilfe sehr gern an.

 Das ehemalige Haus Berlin ist mittlerweile gerüstet, um weiteren Flüchtlingen eine Übergangsunterkunft bieten zu können. Die hierfür vom Gesetz geforderte Brandmeldeanlage wurde installiert, funktioniert bereits intern, muss allerdings noch zur Feuerwehr aufgeschaltet werden, wie Heimann, verantwortlich für das Sozialamt des Landkreises, erklärte. Auch wenn derzeit noch keine weiteren Flüchtlinge für den Kurort vorgemerkt seien, so könne sich die Situation über Weihnachten und Neujahr doch recht kurzfristig ändern.

 Begeistert zeigte sich Heimann davon, wie der Unterstützerkreis die Männer und Frauen, die auf dem gefährlichen Weg über das Mittelmeer ihre Heimat verlassen hätten, auf dem Weg zur Integration begleite. Bad Eilsen sei daher für ihn ein Musterbeispiel, wie der Landkreis sich eine dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge vorstelle. Seine Behörde werde strikt darauf achten, so versicherte er, dass bei der Zuweisung weiterer Personen eine Sozialverträglichkeit gegeben sei, zumal die derzeitige Gruppe sich sehr homogen präsentiere, ohne sich vor der Flucht überhaupt gekannt zu haben.

 Auch Landesbischof Manzke sagt schlicht und einfach „Danke“. Und zwar dafür, dass der Unterstützerkreis die Flüchtlinge so hervorragend betreue. Er überlege derzeit, wie die Landeskirche diese Arbeit unterstützen und vielleicht noch optimieren könne. Denkbar wäre, in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis eine Art Koordinierungsstelle zu installieren, zumal auch in anderen Kirchengemeinden ähnliche Unterstützerkreise für die Flüchtlinge entstanden seien.

 „Wir haben den hohen Anspruch, immer noch mehr und besser helfen zu wollen“, erklärte Bürgermeisterin Christel Bergmann und brachte den Flüchtlingen erstmals Flyer heimischer Sportvereine mit. Sie sollten sich die diversen Angebote zunächst anschauen – und sich dann entscheiden. Die Teilnahme am Sport sei selbstverständlich kostenlos, versicherte sie.

 Steigt die Zahl der Flüchtlinge an, sehen die Eilser Helfer neue Probleme auf sich zukommen. Jetzt würde man die Männer und Frauen mit dem Kleinbus der Kirche oder mit Privatwagen zu Sprachkursen, zum Arzt oder zum Sozialamt fahren. Bei 30 bis 34 Personen, die letztlich kommen könnten, würde das nicht mehr so einfach „über die Bühne gehen“. Der öffentliche Busverkehr stelle keine Alternative dar.

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