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Historische Ziele für Ausflügler

Auf Streifzug durch Schaumburg Historische Ziele für Ausflügler

Frisch aus der Druckerpresse kommt ein Buch, das Fritz Winkelhake vom Heimat- und Kulturverein Eilsen (HKV) jetzt fertiggestellt hat. Darin unternimmt der heimatkundlich interessierte Autor einen „Streifzug durch die Geschichte und Natur des Schaumburger Landes“ und lässt seine Leser auf 192 Seiten an seinen Erlebnissen teilhaben.

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Fritz Winkelhake wird sein neues Buch demnächst öffentlich vorstellen.

Quelle: pr.

Eilsen. Das Schaumburger Land und seine nähere Umgebung sind reich an historischen Zielen, die Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer und Ausflügler leicht entdecken können. Oft sind diese Schauplätze vergangener Tage in Vergessenheit geraten. Manche liegen versteckt in verwunschenen Waldgebieten, andere so offen wie unscheinbar in Feld und Flur. Allein die Überreste eisenzeitlicher Wallanlagen und die Hinterlassenschaften mittelalterlicher Burgen bieten dem Interessierten über 20 lohnende Ziele.

Mehr als 60 Objekte stellt Winkelhake vor. Außer Wällen und Burgen zählen dazu auch Schlösser und andere herrschaftliche Bauten, Hofstellen, Rittergüter, Kirchen, Mausoleen sowie frühe Industriespuren, die Bergbau, Steinbrüche oder Erzabbau hinterlassen haben. Der Autor schildert kurz, wie Ausflügler das jeweilige Ziel erreichen können. Zur Beschreibung der (Bau-)Geschichte, des noch heute Sichtbaren und von Ausgrabungsfunden gesellen sich nach Möglichkeit – soweit vorhanden – auch Sagen und Anekdoten, die den jeweiligen Ort in ein besonderes Licht zu tauchen vermögen. Insgesamt weist das umfangreich bebilderte Buch 86 Aufsätze auf. Eine Liste der verwendeten Literatur ergänzt den Band.

Als eines der Beispiele aus der weiteren Umgebung nennt Winkelhake unter anderem den Düsselburger Wall bei Rehburg. Erstmals erwähnt worden ist das Bauwerk in einer Urkunde aus dem Jahr 1207. Tatsächlich spricht die Bauweise der heute noch sichtbaren Reste dafür, ihr Entstehen im 8. Jahrhundert zu vermuten. Dann wurde diese „Fliehburg“, in die sich die Menschen bei Gefahr zurückziehen konnten, bis ins 10. Jahrhundert genutzt, wie Keramikfunde nahelegen. An dem Platz gibt es aber auch Fundstücke, die in die ersten vier Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung zurückweisen. Ob jedoch damals schon eine Befestigung bestanden hat, entzieht sich bislang unserer Kenntnis. Beim nur wenige Kilometer westlich gelegenen Leese sah der Stadthäger Heimatforscher Rolf Bökemeier (†2007) den Ort des „Angrivarierwalls“, an dem sich vor 2000 Jahren Römer und Germanen eine Schlacht geliefert haben sollen.

Das Rittergut Stau liegt zwischen Hessisch Oldendorf und Fischbeck bei dem Örtchen Weibeck nahe der Weser. Um den Gutshof dreht sich eine Sage, in der außer Oldendorf und der nahe vorbeifließenden Weser auch der das Gut bewirtschaftende Landdrost von Mengersen eine Rolle spielt. Und auch dort sollen Römer und Germanen in einer Schlacht aufeinandergetroffen sein. Das jedenfalls vermutete der Privatgelehrte Heinz Ritter-Schaumburg (†1994) in seinem Buch „Der Cherusker“ in jenem Kapitel, in welchem es um die „Schlacht bei Idistaviso“ geht.

Das Buch wird in der Touristinfo, Bückeburger Straße 2, bei Lotto-Foto Söhlke, Bahnhofstraße 10, im Reisebüro, Heinrich-Hofmeister-Promenade 1, in Bad Eilsen und beim HKV-Vorstand erhältlich sein. thm

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