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Hochherrschaftliche „Dorfmitte“

Kurpark Hochherrschaftliche „Dorfmitte“

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist mit den damals veralteten fürstlichen Kuranlagen rund um den Kurpark kein Staat mehr zu machen gewesen.

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Kurpark und Fürstenhof: Bad Eilsens „Dorfmitte“ hat ein hochherrschaftliches Gepräge.

Quelle: thm

Bad Eilsen. Aus diesem Grund verordnete Fürst Adolf II. zu Schaumburg-Lippe (1883-1936) dem Badeort eine kostspielige Frischzellenkur. Deren Ergebnis prägt – obschon die Eigentumsverhältnisse mittlerweile ganz andere sind – das Erscheinungsbild Bad Eilsens bis auf den heutigen Tag.

Im Mittelpunkt der Gesamtgestaltung – sie steht komplett unter Denkmalschutz – liegt der Kurpark. Mit seinen Alleen, einzeln stehenden seltenen Bäumen, mit seinen Pflanzbeeten und Springbrunnenkaskaden ist er die nicht mehr wegzudenkende „Grüne Lunge“ für Kurgäste, Sommerfrischler und anderweitig Erholung und Zerstreuung Suchende. Heute gehört er der Gemeinde Bad Eilsen, die sich um Pflege und Erhalt kümmert.

Im Westen und Süden flankieren einige imposante Bauten das botanische Refugium. An erster Stelle zu nennen ist da der im Westen gelegene sogenannte „Fürstenhof“. Vor ziemlich genau 100 Jahren ist der Prachtbau als Luxushotel der Sonderklasse errichtet worden. Dieses sollte vor allem eine wohl betuchte Klientel anlocken. Diese Funktion hat das Bauwerk bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges bestens erfüllt. Allerlei Prominenz gab sich rund um die den Kurpark querende Bückeburger Aue die Klinke in die Hand, beispielsweise die Schriftsteller Gerhart Hauptmann und Hermann Hesse, die Sänger Richard Tauber und Heinrich Schlusnus und die Leinwandstars Käthe Dorsch, Henny Poren Harry Liedke. Seit rund 60 Jahren nutzt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) das Gebäude für ihre Zwecke.

Von dem Gebäude, welches die Südseite des Kurpark zur Bahnhofstraße hin abgrenzt, hat sich die DRV bereits im Jahr 2011 getrennt. Damals hat das Land Niedersachsen das „Georg-Wilhelm-Haus“ gekauft, um es nach aufwendiger Sanierung seit 2014 als Wohn- und Schulungsheim für etwa 70 Studierende der Steuerakademie zu nutzen. Das Georg-Wilhelm-Haus ist das älteste Gebäude am Kurpark; es wurde 1808/1809 errichtet und bot mit seinen 136 Betten reichlich Übernachtungsmöglichkeiten für den damals aufstrebenden Kurort.

Das „Badehotel“ ist mittlerweile das einzige Haus am Kurpark, das derzeit nicht genutzt wird. Eigentümer ist die Deutsche Rentenversicherung. Das Gebäude ist wie der Fürstenhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet worden. Die 127 Betten wurden mit bürgerlichen Kurgästen belegt.

Zu guter Letzt: Gerade saniert worden sind Kurtheater und Kursaal – Eigentümer ist seit einigen Jahren die Samtgemeinde. thm

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