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Intensive Pflege hat sich gelohnt

Bad Eilsen Intensive Pflege hat sich gelohnt

„Diese Blütenpracht und dieser Duft sind unbeschreiblich“, freut sich Jutta Scheve. Seit dem ersten Tag ihres Kuraufenthalts gehört der Rosengarten im Kurpark zu den Lieblingsplätzen der Oelderin.

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Das Rosarium im Kurpark zählt zu den größten und schönsten der Region.

Quelle: kk

BAD EILSEN. „Und die viele Arbeit, die dahinter steckt“, äußert sie sich anerkennend. Sie könne das durchaus beurteilen: Im heimischen Garten pflege sie auch 30 Rosenstöcke. Komplimente wie diese bekommen Bertram Meyer und sein Gärtnerteam häufig zu hören. „Ja, die intensive Pflege über Jahre hinweg hat sich gelohnt“, sagt der Bad Eilser Bauhofleiter und hebt dabei besonders das Engagement der drei "Rosengärtner“ in seinem Team hervor, die sich vorzugsweise um die „Königin der Blumen“ kümmern.

Ein Entwicklungsschwerpunkt im Kurpark war in den vergangenen Jahren das Rosarium, das als eine der größten und schönsten Anlagen dieser Art in der Region gilt. Gut 1500 Pflanzen aus 60 Sorten sind am Ende der Harrl-Allee versammelt.

Späte Sorten gehen an den Start

Derzeit kommen die Gärtner mit der Arbeit kaum nach: Die Rosensaison nähert sich dem Ende, viele Sorten sind inzwischen verwelkt. Jetzt müssen die verblühten Triebe ausgeschnitten, die abgefallenen Blütenblätter aufgekehrt werden. Doch Besucher haben auch jetzt noch Freude, späte Sorten laufen gerade zu Höchstform auf. Wie lange das noch so bleibt, ist schwer einzuschätzen. Meyer: „Das hängt natürlich vom Wetter ab.“ Dauerregen mögen die Pflanzen aus der Familie der Rosaceae nämlich gar nicht.

Ein wenig bedauert Meyer, dass die Balustrade des Badehotels in diesem Sommer nicht zugänglich war: Von dort hätte man den schönsten Blick auf das Rosarium gehabt, das sich in diesem Sommer so üppig blühend wie seit langem nicht mehr präsentiert habe. Meyer möchte keine einzelnen Sorten hervorheben, die „Gesamtschau“ mache den Reiz aus.

Viel Arbeit für die Gärtner

Dennoch lohnt es sich für Blumenfreunde, auf die Details zu achten: Ob Strauch-, Edel- oder Kletterrose – alle präsentieren sich anders. Mal als üppig blühenden Busch in kräftigen Farben, mal eher geduckt, blass und kleinblütig, dafür aber umso lieblicher duftend. Hier trifft „Hermann Hesse“ auf die „Gebrüder Grimm“, buhlen „Liebeslied“ und „Canzonetta“ nebeneinander um die Gunst des Publikums: Schon ein Blick auf den Rosarium-Plan mit seinen vielen Namen regt die Phantasie an.

Damit sich diese Pracht ständig weiterentwickelt, haben die Gärtner alle Hände voll zu tun. Wildkräuter müssen entfernt und Rasenkanten abgestochen, die Buchsbaumumrandungen geschnitten werden. Verblühte Triebe sind auszuschneiden. Zweimal im Jahr wird ökologischer Dünger zur Bodenaktivierung eingesetzt.

Neues und altes vereint

Und wenn all die Pflege nicht fruchtet, eine Pflanze sich einfach am Standort nicht wohlfühlt oder zu alt geworden ist, muss ausgetauscht werden. Dazu reicht es nicht, den Rosenstock zu ersetzen, die komplette Erde muss erneuert werden. Im Rahmen dieser Aktionen finden auch immer wieder neue Sorten ihren Weg nach Bad Eilsen. Meyer: „Natürlich möchten wir auch immer mal was Neues präsentieren.“

An Auswahl mangelt es nicht: Spezialisierte Gärtnereien präsentieren Jahr für Jahr neue Züchtungen. Viele Rosenfreunde, die auf sich halten, schwören allerdings eher auf alte Sorten, deren Spuren sich zum Teil bis in die Renaissance zurückverfolgen lassen. Doch das ist dann schon eine Wissenschaft für sich – Rhodologie genannt. kk

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