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Bad Eilsen Interview mit Comedy-Star Markus Maria Profitlich
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Interview mit Comedy-Star Markus Maria Profitlich
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00:24 15.08.2015
Markus Maria Profitlich kommt nach Bad Eilsen. Quelle: pr.
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Bad Eilsen

Wenn ich „Mit 50“ bei Google eingebe, dann schlägt mir die Suchmaschine als erste Ergänzung „in Rente“ vor. Vielen Zeitgenossen scheint das erstrebenswert zu sein. Warum ist das für Sie kein Konzept?

 Das war es mal. So vor zehn, fünfzehn Jahren habe ich mir gesagt: Mensch, wenn ich fünfzig bin, dann höre ich auf. Immerhin arbeite ich ja schon, seit ich vierzehn bin. Das war tatsächlich einmal mein Ziel. Andererseits: Mein Job macht mir so viel Spaß, dass sich mir diese Frage gar nicht mehr gestellt hat, als ich dann fünfzig wurde. Es wäre fatal, würde ich jetzt aufhören – schließlich ist mein Hobby mein Beruf.

Und welches sind die drei wichtigsten Glanzlichter Ihrer ersten Halbzeit?

 Ganz klar: meine Familie, also meine Frau und meine beiden Töchter. Das sind ja schon mal drei. Beruflich ist natürlich auch eines passiert…(lacht)… mit Wochenshow und Comedy-Preisen und so weiter. Aber da ist mir die Familie doch wichtiger.

Kommen wir zum Jetzt. Auf welche überraschenden Einsichten und Erkenntnisse darf sich das Publikum in Bad Eilsen freuen?

 Ich mache jetzt kein politisches oder sozialkritisches Kabarett. Wer das erwartet, der sollte seine Karten schon wieder zurückgeben. Nee, ich mache eigentlich nur Alltagskomik – alles, was so mit dem Alter ab fünfzig zu tun hat, besonders für Männer. Es ist aber kein Programm ausschließlich für Männer ab fünfzig, auch die jüngeren können sich das gerne angucken. Da kann man was sehen wie zum Beispiel…was weiß ich…ne Prostatavorsorgeuntersuchung beim Mann… das ist ja sehr interessant… oder die Geschenke, die man so ab fünfzig bekommt, beispielsweise von seinen Töchtern… also wenn meine zehnjährige Tochter mir einen Gutschein für ein Piercing schenkt…und so weiter. Ein Hobby muss man natürlich haben ab fünfzig. Und unbedingt viel Sport treiben. Man sieht immer mehr Motorradfahrer über die Landstraßen eiern, die vor dreißig, vierzig Jahren (oder während des Afrika-Feldzuges) ihren Führerschein gemacht haben. Oder Rennradfahrer, die unbedingt ohne Unterhose ihre Radlerhose anziehen müssen… neee. Es gibt einiges, was man dazu erfahren kann.

Eine letzte Frage: Es ist kein Geheimnis, dass Sie mit Frank Nocon aus Bad Eilsen befreundet sind. Wo und wie haben Sie sich kennen und schätzen gelernt?

 Zum einen freue ich mich darauf, ihn mal wieder zu sehen, denn wir haben uns schon länger nicht mehr getroffen. Ich weiß es gar nicht mehr hundertprozentig: Ich glaube, es war auf so einem bunten Comedy-Abend, bei dem mehrere Comedians und Gruppen aufgetreten sind. Da habe ich auch seine Truppe gesehen. Zu der Zeit hatte ich in St. Augustin bei Bonn noch ein eigenes Theater. Ich habe die dann eingeladen, dort zu spielen. Und daraus ist dann eine Freundschaft entstanden.

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