Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
„Jesus lebt, der Tod ist nicht das Ende“

Bad Eilsen / Adonia-Musical begeistert hunderte Zuschauer „Jesus lebt, der Tod ist nicht das Ende“

Passend zur Osterzeit hat einer von 24 Adonia-Teens-Chören, die derzeit eine Woche durch Deutschland touren, die biblische Kreuzigungs- und Wiederauferstehungsgeschichte Jesu Christi als Musical auf die Bühne des voll besetzten Kursaals gebracht – und tosenden Beifall der Zuschauer kassiert.

Voriger Artikel
Rehazentrum unterstützt Kulturarbeit am Bruchhof
Nächster Artikel
Von der gestickten Decke bis zur Osterkerze

Ein besinnlicher Moment des Musicals ist die Tanzchoreografie von Cariane Behrens (links) und Dina Brockhaus.

Quelle: wk

Bad Eilsen (wk). Auch wenn das Publikum angesichts der thematischen Ausrichtung des Stückes „Das Urteil – Pilatus und Jesus“ zum Großteil aus kirchlich interessierten Besuchern bestanden haben dürfte, konnte man auch ohne kirchlichen Bezug auf seine Kosten kommen. Begeisternd waren nämlich nicht nur die moderne Umsetzung der altbekannten Geschichte und die eigens für dieses Musical geschriebenen eingängigen, peppigen Liedkompositionen, sondern auch die große Spiel-, Tanz- und Sangesfreude der rund 70 jungen Akteure, darunter der Protagonist „Pontius Pilatus“ alias Simon Tielmann.

 Sehr unterhaltsam, auch weil von der Aufmachung und Einbindung in das Stück in dieser Form unerwartet, waren zudem die in einem hippen Outfit kostümierten himmlischen „Engel“ (Lea Oelmann, Dori Mehmeti und Antina Buhr), die zwischen einigen Akten auf einer rollenden Mini-Bühne in den Kursaal gefahren worden waren, um den dazwischenliegenden Fortgang der Geschichte zu erzählen. Die Kreuzigungsszene etwa wurde aus deren Sicht als Echtzeit-Beobachterinnen beschrieben – ein geschickter dramaturgischer Kniff, um diesen bedeutsamen Moment der Bibelerzählung nicht in eine simple Bühnenszene abgleiten zu lassen. Dass Jesus‘ letzte Worte „Es ist vollbracht!“ später noch mal insofern Bedeutung erlangten, indem sie als übergroßer Schriftzug auf einem von einigen Darstellern auf die Bühne geholten Banner das Ende des Musicals markierten, war ein pfiffiger Wortwitz, der vom Publikum mit lautstarkem Beifall belohnt wurde.

 Was blieb noch in Erinnerung? Eine Tanzszene zweier Mädchen (Cariane Behrens und Dina Brockhaus) beispielsweise, die vor einem weißen Tuchstoff im Lichtkegel eines Scheinwerfers eine von ihren Schattenspielen begleitete, anmutige Choreografie darboten – und daneben ein stimmungsvoll mit kleinen Lämpchen illuminiertes Kreuz. So reduziert diese beeindruckende Szene war, so lebensfroh kam der Chor unter anderem mit seinem rhythmisch als Rock’n’Roll-Nummer ausgelegten Lied „Jesus lebt, der Tod ist nicht das Ende“ daher, den die Zuschauer spontan im Takt klatschend mitfeierten. Dass die außer Pilatus andere Hauptperson der Geschichte, Jesus (Josua Farhhar), das gesamte Musical über bis auf einige wenige Auftritte und noch wenigere – dafür aber umso prägnantere – Dialoge im Hintergrund blieb, kam der Ernsthaftigkeit des Stückes sehr zugute. Umging man auf diese Weise doch das Risiko, diesen besonderen Charakter schauspielerisch möglicherweise nicht angemessen darstellen zu können?

 Erstaunlich an „Das Urteil – Pilatus und Jesus“ war, dass die Jugendlichen die Lieder und Sprechrollen in den vergangenen zwei Monaten anhand von Tonträgern samt Begleittexten im Selbststudium eingeübt hatten, die ihnen vom das Projekt ausrichtenden Adonia e.V. zugeschickt worden waren. Erst drei Tage vor dem Musical im Kursaal hatten sie sich nach Auskunft von Susanne Farkhar, Leiterin dieses Ensembles, erstmalig gemeinsam zu einem Musical-Camp in Oerlinghausen getroffen, wo sie nach einem Casting zwecks Rollenaufteilung und Auswahl der Gesangssolisten das Zusammenspiel und den Chorgesang probten. Der Auftakt in Bad Eilsen war dann eine von vier Vorführungen, die die jungen Leute, die auch eine Adonia-Liveband im Gepäck hatten, in einer Woche in Niedersachsen zu meistern haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg