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Kreisverkehr scheint machbar

Gemeinderat Ahnsen für Beauftragung eines Planers Kreisverkehr scheint machbar

„Eine gute Idee bleibt eine gute Idee – egal, woher sie kommt“, lobte Wolfgang Faulhaber. Das Kompliment des SPD-Fraktionssprechers im Ahnser Gemeinderat ging an Robert Pavlista und Carsten Borrmann von der CDU, die mit viel Akribie die Machbarkeit eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich L451/K10 untersucht haben.

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Vorbild Kreisel Kreuzbreite in Bückeburg.

Quelle: kk

AHNSEN.  Das für alle überraschende Ergebnis: Der Kreisel an der wohl wichtigsten Ahnser Kreuzung ließe sich realisieren – und wäre finanzierbar. Der Rat zog gleich Konsequenzen: Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Experten mit Detailplanungen zu beauftragen.

In der Vergangenheit war über einen Kreisel im Kreuzungsbereich Fiedrich-Ebert-Straße, Theodor-Heuß-Straße, Krainhäger Straße, Neumühlener Straße schon häufiger diskutiert worden. Ergebnis: unrealistisch. Diese These beruhte auf den Annahmen, dass die Kosten für die Gemeinde zu hoch würden, möglicherweise Grunderwerb getätigt werden müsste und der Ausbau der L451 verzögert würde. Diese Prämissen widerlegten Pavlista und Borrmann aber in ihren Untersuchungen, in die sie außer eher allgemeinen Veröffentlichungen zum Thema auch konkrete Erfahrungen in den Nachbarkommunen wie Bückeburg und Porta einbezogen.

Kreuzbreiten-Kreisel als Referenz

Danach kommt für Ahnsen ein sogenannter „Kleiner Kreisverkehr“ mit einem Durchmesser von gut 30 Metern in Frage. Als Referenz wurde der Kreisel in Bückeburg an der Kreuzbreite herangezogen. Dieses Modell ließe sich auch in Ahnsen ohne Grunderwerb realisieren.

Die Vorteile eines Kreisels sind nach den Ausführungen von Paulista und Borrmann allgemein anerkannt und werden durch praktische Erfahrungen in Bückeburg bestätigt. Dazu gehören ein gleichmäßiger Verkehrsverlauf mit kurzen Wartezeiten, verminderte Emissionen bei Lärm und Schadstoffausstoß, die Möglichkeit der Gestaltung zur Aufwertung des Ortsbildes, niedrige Geschwindigkeiten und weniger Unfälle.

Selbst wenn es im Kreisel einmal kracht, fallen die Schäden bedingt durch die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern deutlich geringer aus, als bei Kreuzungsunfällen. Nach Zahlen der Polizei kam es an der Ahnser Kreuzung allein von 2012 bis 2015 zu 13 Unfällen. Bei vier davon wurden Verkehrsteilnehmer verletzt.

Die Umbaukosten der Kreuzung zum Kreisel dürften sich auf rund 300000 Euro belaufen. Solche Projekte werden vom Land nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit bis 75 Prozent bezuschusst. Der Eigenanteil der Gemeinde ließe sich durchaus verkraften. Für die Planung rechnet Gemeindedirektor Bernd Schönemann mit Kosten von gut 5000 Euro.

"In einem Abwasch" bauen

Selbst eine zeitnahe Umsetzung des Projektes würde die Sanierung und den Ausbau der L451 nicht beeinträchtigen. Wie berichtet war die Maßnahme auf 2017 verschoben worden. Nun könnte möglicherweise im kommenden Jahr „in einem Abwasch“ gebaut werden.

Die Fraktionen hatten sich bereits im Vorfeld der Ratssitzung intensiv mit dem Kreiselprojekt beschäftigt. Dort stieß es, ähnlich wie jetzt auch im Rat, auf große Zustimmung. Im Gemeinderat stimmte nur Hans-Jürgen Kauffeld dagegen. Jetzt wurde allerdings zunächst nur über die Beauftragung eines Fachplaners beschlossen.

Damit ist noch keine Entscheidung über den Kreiselbau gefallen – diese wäre von den Detailplanungen abhängig. kk

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