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Kurort will beim Werben um neue Gäste neue Wege gehen

Bad Eilsen / Tourismus Kurort will beim Werben um neue Gäste neue Wege gehen

Die Gemeinde Bad Eilsen sieht sich mit den Wellness- respektive Esoterikmessen, auf die sie seit 2009 mehr und mehr setzt, auf dem richtigen Weg. Auch deswegen stellt der Ausschuss für Fremdenverkehr unter Regie von Dagmar Söhlke (CDU) Tourismusmanagerin Elke Dralle auch für 2011 Geld für Events und Werbung in der von ihr gewünschten Höhe in Aussicht.

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Sorgte zum Jahresauftakt für ein volles Haus: Das Konzert von „ABBA Gold“ am 15. Januar im Kursaal. 2010 war ein volles Haus dagegen längst nicht bei jedem Event die Regel. © Archiv

Bad Eilsen (tw). Allerdings könnte sich das Tourismuskonzept, auf das der Kurort zurzeit noch setzt, über kurz oder lang einschneidend ändern.

„Das zurückliegende Jahr ist für uns nicht einfach gewesen“, sagt Dralle. Denn das Geld – für Events – sitze bei den Bürgern offensichtlich nicht mehr so locker. Allein die besagten Messen hätten den Etat am Ende noch gerettet. Da sei es ein Lichtblick, dass das „ABBA Gold“-Konzert (15. Januar) zum Auftakt des neuen Jahres den Kursaal gefüllt habe.

Der Ausschuss für Fremdenverkehr plädiert dafür, den Ansatz für Einnahmen im Etat für 2011 auf dem Niveau von 2010 zu belassen: 35.000 Euro. Aber: „Den Ansatz für vermischte Einnahmen wie Standgebühren haben wir im zurückliegenden Jahr zu niedrig angesetzt“, sagt Dralle. Optimistisch, möchte sie den Ansatz für das laufende Jahr von 7500 auf 15.000 Euro heraufgesetzt und damit verdoppelt sehen. Die Ausgaben für Events sollen sich mit 40.000 Euro dagegen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Gleiches gilt für den Werbeansatz – 15.000 Euro.

Was die Werbung für den Kurort betrifft, hat sich die Gemeinde auf der ABF (29. Januar bis 6. Februar) in diesem Jahr eine Art Auszeit gegönnt. Dralle: „Eine solche Messe ist immer eine Personal- und damit auch eine Kostenfrage.“ Nachdem Bad Eilsen drei Jahre in Folge auf Norddeutschlands größter Freizeit- und Einkaufsmesse Flagge gezeigt habe, könne man es sich leisten, „sporadisch auszusetzen“. Zumal es „keine großen Rückmeldungen“ gegeben hat, wie Dralle weiß. Folge: Auf der jetzt zu Ende gegangenen ABF war die Gemeinde dieses Mal nur mit Prospekten und Faltblättern vertreten.

Apropos Werbung: „Die Zahl der Zugriffe auf die Anfang September 2010 freigeschaltete neue Bad Eilsen-Homepage ist schlichtweg gigantisch“, so die Eventmanagerin. Mit ihrem „Macher“ Christian Bedey habe man eine exzellente Wahl getroffen. Er reagiere umgehend auf fast jeden Verbesserungsvorschlag. Auch von der seit November bestehenden Möglichkeit, Veranstaltungen online zu buchen, werde rege Gebrauch gemacht.

Stichwort Tourismuskonzept: Derzeit wird kreisweit verstärkt daran gearbeitet, die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen zu intensivieren und auf der Grundlage einer Studie des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) von 2010 ein gemeinsames Tourismuskonzept für das Schaumburger Land auf den Weg zu bringen; das ETI-Papier ist für Schaumburg so etwas wie der Masterplan für Bad Eilsen.

Zwar kann Dralle es verstehen, wenn Städte wie Bückeburg und Obernkirchen dabei Bedenken haben, „aber kleinere Partner wie Bad Eilsen können ihre Wettbewerbsposition durch einen gemeinsamen Auftritt deutlich verbessern“. Zumal es so auch leichter werde, an Fördermittel zu kommen.

Im Zuge dieser interkommunalen Zusammenarbeit könnte es für das Schaumburger Land in naher Zukunft nur noch ein einziges Gastgeberverzeichnis geben – was die Gemeinde, die das ihre für 2012/2013 in Kürze auf den Weg bringen muss, in Zugzwang bringt. Hatte besagtes Gastgeberverzeichnis vor zwei Jahren noch eine Auflage von 10.000 Exemplaren, wurde diese Auflage im vergangenen Jahr auf 9000 reduziert; weg gehen pro Jahr etwa 4500.

Für Hans-Jürgen Winkelhake hat ein – einziges – Gastgeberverzeichnis Charme: „In Bad Eilsen gibt es nur noch eine Handvoll Menschen, die Privatquartiere anbieten. Warum sollen wir für die einen so großen Aufwand betreiben?“, fragt der Sozialdemokrat. Zumal die zwei großen Kliniken in Sachen Belegung gleichsam Selbstläufer seien.

Entschieden ist indes noch nichts. Die Gemeinde will zunächst Fühlung mit dem Kur- und Verkehrsverein Eilsen aufnehmen.

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