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Lebensqualität trotz Schmerzen

Rehazentrum Bad Eilsen Lebensqualität trotz Schmerzen

„Chronischer Schmerz ist ein in der Bevölkerung weitverbreitetes Problem mit Millionen Betroffenen“, sagt Dr. Uwe Polnau, der Ärztliche Direktor des Rehazentrums Bad Eilsen.

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Informieren über Therapiemöglichkeiten bei chronischem Schmerz: Diplom-Psychologin Katharina Wirtgen (Rehazentrum Bad Eilsen, von links), Dr. Sabine Roth, Dr. Uwe Polnau, Merve Victoria (Rheuma-Liga), Hans-Gerhard Schneider (DVMB) und Karl-Heinz Schäkel.

Quelle: wk

BAD EILSEN. Dabei hätte sich manch Beschwerdebild verhindern lassen, wenn der zunächst nur akute Schmerz rechtzeitig behandelt und dadurch der Bildung eines sogenannten Schmerzgedächtnisses entgegengewirkt worden wäre. Exemplarisch verweist er in diesem Zusammenhang etwa auf Schmerzen nach einer Bandscheibenoperation oder aufgrund einer bestehenden Polyarthritis (entzündliche Erkrankung mehrerer Gelenke).

Wichtig sind laut Polnau daher eine schnelle ärztliche Diagnosestellung sowie eine entsprechend frühzeitige, „angepasste Therapie mit Medikamenten“ zur Behandlung der Grunderkrankung. Denn: „Je chronischer ein Schmerz wird, umso weniger helfen Medikamente.“ Um einem Patienten in einem solchen fortgeschrittenen Stadium dennoch eine Linderung seiner Beschwerden zu verschaffen und dessen Lebensqualität zu verbessern, empfehle sich eine „multi-modale Schmerztherapie, bei der mehrere Berufsgruppen zusammenarbeiten“: psychologische Therapie, Bewegungstherapie und physiologische Therapie mit Wärme- oder Kälteanwendungen. „Ziel sollte dabei sein, dass der Betroffene sein Leben wieder selbst bestimmt – trotz Schmerzen“, erklärt der Mediziner. Und eine Voraussetzung dafür sei, dem Patienten die richtigen Informationen an die Hand zu geben.

Gemeinsam gegegn den Schmerz

Aus diesem Grund hat sich das Rehazentrum Bad Eilsen mit einem im Foyer des Hauses errichteten Info-Stand an einem von der Deutschen Schmerzgesellschaft initiierten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ beteiligt. Mit von der Partie waren die Arbeitsgemeinschaft Rinteln der Rheuma-Liga Niedersachsen sowie die Gruppe Bad Eilsen/Rinteln der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB). Offeriert wurden jede Menge gedrucktes Informationsmaterial zum Thema und persönliche Gespräche. „Wie kann ich lernen, die Schmerzen zu lindern?“, „Wie schaffe ich es, meine Lebensfreude trotz Beschwerden wieder aufzubauen?“ und „Wer kann mich dabei unterstützen?“ waren Fragen, auf die Interessenten hier Antworten erhielten.

In diesem Kontext hob Karl-Heinz Schäkel (DVMB) die Bedeutung von Selbsthilfegruppen anerkannter Verbände hervor, in denen Betroffene ebenfalls Unterstützung finden. Bezogen auf das von vielen Menschen zurate gezogene Internet resümierte Dr. Sabine Roth, Oberärztin des Rehazentrums Bad Eilsen, dass die dortige „Fülle an Informationsmöglichkeiten“ für Schmerzpatienten mittlerweile „schon zu groß“ sei. Die Schwierigkeit sei nämlich immer – und speziell im Internet – seriöse Informationen und Hilfsangebote von unseriösen zu unterscheiden. wk

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