Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 17 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Mann hortet Kinderpornos

Prozess gegen Eilser Mann hortet Kinderpornos

Bei einem 42-Jährigen aus Bad Eilsen sind 165 Bilddateien mit Kinderpornos gefunden worden. Zuvor hatte der Mann in einer Tauschbörse im Internet mehr als 20 Filme gleichen Inhalts angeboten.

Voriger Artikel
Ausweitung räumlich unmöglich
Nächster Artikel
Reichhaltiges Angebot

Bad Eilsen/Bückeburg. Wegen Verbreitung und Besitzes kinderpornografischer Schriften hat das Amtsgericht in Bückeburg gegen den Angeklagten jetzt eine viermonatige Freiheitsstrafe verhängt, ausgesetzt zur Bewährung. Hinzu kommt eine Geldauflage von 1000 Euro, zu zahlen an den Kinderschutzbund.

„Ich habe mir schon einiges von dem Zeug ansehen müssen“, sagte Richter Dirk von Behren. „Dies hier ist unterste Schublade. Das sind kleine Kinder.“ Dem Angeklagten riet von Behren: „Sie sollten überlegen, ob Sie sich in Behandlung begeben.“

Gleichzeitig machte der Richter dem Eilser klar, dass es im Wiederholungsfall keine Bewährung mehr gibt. „Wie Sexualtäter im Knast angesehen sind, wissen Sie wahrscheinlich aus dem Fernsehen“, so von Behren. „Glauben Sie mir: Das entspricht der Realität.“ In der Knast-Hierarchie stehen die sogenannten Sittiche ganz unten.

Für den Angeklagten sprach vor allem sein Geständnis. „Ich weiß nicht, was mich damals geritten hat. Ich schäme mich dafür“, hatte der 42-Jährige gleich zu Beginn der Verhandlung erklärt. Außerdem ist er nicht vorbestraft. „Die Polizei wird ein Auge auf Sie haben“, machte der Vorsitzende dem Eilser klar. Das Problem bei Kinderpornografie: „Solange es Leute gibt, die das abnehmen, gibt es auch Leute, die es produzieren.“ Soll heißen: Hinter jedem Porno steht mindestens ein missbrauchtes Kind.

Das Bundeskriminalamt (BKA) sieht es ähnlich. „Angesichts der leichten Verfügbarkeit im Internet darf nicht vergessen werden, dass Kinderpornografie den unter Umständen noch andauernden sexuellen Missbrauch von Kindern zeigt“, heißt es auf der BKA-Homepage im Internet. „Das Bundeskriminalamt räumt daher der Bekämpfung von Kinderpornografie einen hohen Stellenwert ein.“

Erst kürzlich ist internationalen Ermittlern ein Schlag gegen einen weltweiten Kinderpornoring gelungen. Rund 900 Menschen wurden festgenommen, knapp 370 in Europa. Wie Europol und FBI weiter mitteilten, seien 296 sexuell missbrauchte Kinder identifiziert oder gerettet worden.

Gegen drei Hauptverantwortliche einer Internet-Plattform in den USA sind Haftstrafen von bis zu 30 Jahren verhängt worden. Weltweit soll die Website über 150000 Nutzer gehabt haben. Betrieben wurde sie im Darknet, dem verborgenen Teil des Internets. Der Prozess gegen den Eilser hatte damit nichts zu tun.

ly

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg