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Minister bestätigt den Ausbau der Finanzakademie

Bad Eilsen / Steueranwärter vereidigt Minister bestätigt den Ausbau der Finanzakademie

Der Standort der Steuerakademie ist nicht nur zunächst, sondern für die weitere Zukunft gesichert. Außerdem werden der allseits gelobten Ausbildungsstätte für den Nachwuchs der Finanzbeamten zusätzliche Aufgaben übertragen, und sie bekommt den neuen Namen Finanzakademie.

Bad Eilsen (möh). Der Grund: Die Finanzverwaltung erhebt nicht nur Steuern und betreibt den staatlichen Hochbau, sondern verwaltet auch Liegenschaften des Landes, kauft und verkauft Immobilien, bearbeitet die sogenannten „Fiskuserbschaften“ und berechnet und zahlt Bezüge sowie Beihilfen. Um der Ausbildungs- und Weiterbildungsvielfalt Genüge zu tun, hat das Finanzministerium in Niedersachsen das derzeit recht marode Georg-Wilhelm-Haus gekauft. Demnächst wird mit den Bau- und Umbauarbeiten begonnen. Die Maßnahmen sollen bereits im Frühjahr 2012 beendet sein. Dann stehen der Akademie zusätzlich vier neue Lehrsäle und weitere 60 Übernachtungsmöglichkeiten Verfügung. Dieses erklärte Finanzminister Hartmut Möllring, der zu einer kleinen Feierstunde nach Bad Eilsen gekommen war, um 61 Steueranwärterinnen und Steueranwärter des Ausbildungsjahrganges August 2011 zu vereidigen.
Die jungen Männer und Frauen werden dual (in den Finanzämtern und an der Steuerakademie) für den mittleren Dienst (Finanzwirte) ausgebildet. Schon vor einigen Tagen hatte Möllring in Rinteln 239 Diplom-Finanzwirten (gehobener Dienst) den Eid abgenommen, sodass die Finanzverwaltung in diesem Jahr exakt 300 Auszubildende eingestellt hat.
Der Finanzminister erklärte den 27 jungen Männern und den 34 jungen Frauen, dass sie stolz auf sich sein könnten, denn immerhin seien sie aus insgesamt 1600 Bewerbern ausgewählt worden. Die hohen Einstellungszahlen, so Möllring, belegten, dass das Land Niedersachsen und insbesondere die Steuerverwaltung der Verantwortung gegenüber den jungen Menschen gerecht werde und ihnen eine Zukunftsperspektive anbieten wolle. Gleichzeitig zeige sich aber auch, dass dieses Angebot gern angenommen würde und nach wie vor ein großes Interesse an Ausbildung und Arbeit in der Verwaltung bestehe. Niedersachsen habe es nicht nötig, wie in anderen Bundesländern, Nachwuchs mit Plakataktionen zu „ködern“.
In seiner Festrede hob Möllring hervor, dass die Frauen und Männer eine fundierte und hochwertige Ausbildung erhalten würden. Gleichzeitig würde auf sie eine durchaus anspruchsvolle Arbeit zukommen. „Über das Ausmaß Ihres Erfolges bestimmen Sie dabei entscheidend selbst – nämlich durch persönliche Lernbereitschaft und Einsatz“, sagte der Minister. Er warnte den Nachwuchs allerdings im Vorfeld davor, irgendwann ihre Dienststellung wegen des Einblickes in persönliche Lebensumstände der Bürger zu missbrauchen. Diese Erkenntnisse über vielleicht auch bekannte Personen dürften das Büro nicht verlassen, auch nicht ansatzweise. Außerdem forderte der Minister von den Nachwuchskräften, immer gegen den Bürger Gerechtigkeit und Gewissenhaftigkeit walten zu lassen.

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