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Bad Eilsen Moos weg, Kunststoff rein: Frost kann kommen
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Moos weg, Kunststoff rein: Frost kann kommen
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20:43 21.11.2012
Ob Hydrantenüberprüfung, Training oder Brandeinsatz: Die Aktiven der Feuerwehr des Kurortes sind allzeit bereit. Quelle: möh
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Eilsen (möh)

Die Bad Eilser testen in ihrem Bereich immerhin 95 sogenannte Unterflurhydranten, die einen wichtigen Baustein zur Wasserversorgung im Brandeinsatz darstellen, wie Ortsbrandmeister Andreas Mohr erläuterte.

 Die Feuerwehren in der Samtgemeinde haben jetzt die Überprüfung aller Hydranten abgeschlossen. In der kompletten Samtgemeinde sind etwa 300 Wasserentnahmestellen von der Feuerwehr auf ihre Einsatzbereitschaft zu untersuchen. In Heeßen an der Straße Über den Höfen und in Buchholz direkt am Gerätehaus sind noch sogenannte Überflurhydranten, die 80 bis 100 Zentimeter aus dem Boden ragen, vorhanden. Die Unterflurhydranten, deren Deckel mit dem Boden abschließt, müssen nicht nur getestet, sondern teilweise erst von Moos, Gras und Dreck befreit werden.

 Jeder Deckel eines Hydranten wird geöffnet und kontrolliert, ob Wasser kommt und ob der Wasserablauf funktioniert. Bevor die Abdeckung wieder aufgesetzt wird, legen die meisten der Feuerwehrmänner in der Samtgemeinde eine Art Kunststoffeinsatz in das Loch. Damit soll verhindert werden, dass der Deckel einfriert. Im Falle des Falles ist er auch bei starkem Frost schnell zu lösen. Die Feuerwehr in Luhden, so weiß Andreas Mohr, der auch Vize-Samtgemeindebrandmeister ist, fetten die Deckel noch ein, damit sie immer einsatzbereit sind. Die Plastikeinsätze haben sich nach Meinung von Andreas Mohr bewährt, denn sie sind widerstandsfähig und müssen nicht in jedem Jahr erneuert werden.

 Bemerken die Feuerwehrleute an den Hydranten Mängel, die sie nicht beseitigen können, werden diese akribisch notiert. Die entsprechenden Berichte gehen dann an die Samtgemeinde, die sie wiederum an ihren Bauhof weiterleitet. Ist auch der Bauhof nicht in der Lage, die Fehler zu beheben, werden als letzte Instanz die Stadtwerke Schaumburg-Lippe eingeschaltet. Die Arbeit der Feuerwehr hat aber auch noch einen weiteren vorbeugenden Effekt. Die Wehrmänner und -frauen lernen das gesamte Hydrantennetz in ihrem Einsatzgebiet kennen.

 Teilweise sind die Hydranten aber auch gar nicht so einfach zu finden. Manche Wasserentnahmestelle ist im Gebüsch eines Gartens verschwunden. Daher geht auch der Appell an die Hausbesitzer, bei der Gartenpflege mal zu schauen, wo der Hydrant sitzt und eventuell das Hinweisschild oder auch den Deckel frei zu schneiden. Die Feuerwehr achtet ferner darauf, dass parkende Autos nicht auf den Wasserentnahmestellen stehen.

 Übrigens: Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr rücken nicht nur zu Bränden aus, sondern leisten auch noch jede Menge Dienstabende. So treffen sich die Bad Eilser einmal in der Woche. Dreimal im Monat steht Ausbildung auf dem Programm und einmal wird „das erledigt, was sonst liegen bleiben würde“.

 Auf die Bad Eilser Feuerwehr warten noch einige „angenehme“ Termine. So findet am 15. Dezember die Weihnachtsfeier für die Aktiven und deren Partner statt. In diesem Jahr wandern die Wehrleute durch den Harrl zum „Alten Forsthaus“ in Bückeburg, wo dann gemütlich gefeiert wird. Die Jahreshauptversammlung für die Aktiven und Passiven ist am 2. Februar im „Heeßer Krug“ geplant. Diese Versammlung beginnt um 16.30 Uhr.

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