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Bad Eilsen Mülltrennung spart viel Geld
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Mülltrennung spart viel Geld
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21:49 13.09.2017
Baulogistik-Experten der ProSite GmbH vor dem „Fürstenhof“: Sebastian Kropp (Oberbauleitung, von links), Thomas Kohlen (Prokurist) und Martin Dünnwald (Vertriebsingenieur). Quelle: WK
BAD EILSEN

Zum anderen, um ein Verkehrschaos auf der am „Fürstenhof“ vorbeiführenden Bückeburger Straße zu vermeiden, das entstehen könnte, wenn der Transportverkehr zu und von der Baustelle nicht vernünftig koordiniert wird. Ein positiver Nebeneffekt des Ganzen ist, dass so auch die Lärmbelastungen für die Anwohner gering gehalten werden.

Nachfrage nach baulogistischem Management

„Vor allem bei Bauvorhaben in Großstädten ist die Einbeziehung eines Baulogistikers heute durchaus üblich“, informiert Thomas Kohlen, Prokurist der in Dorsten ansässigen Baulogistikspezialistin ProSite GmbH. Oftmals werde von den Genehmigungsbehörden sogar vor Erteilung der Baugenehmigung ausdrücklich danach gefragt, ob denn auch für ein entsprechendes baulogistisches Management gesorgt sei – eben weil die Platzverhältnisse bei Baustellen in innerstädtischen Bereichen meist sehr beengt sind.

Auf den Punkt gebracht sorgt die ProSite GmbH bei der „Fürstenhof“-Sanierung dafür, dass auf der Baustelle alles reibungslos läuft. So kümmert sich das Dorstener Unternehmen etwa darum, dass auf der Baustelle keine Schwarzarbeit betrieben wird. Dazu müssen sich alle Firmen, die dort tätig sind, vorab bei der ProSite GmbH anmelden; ebenso deren Mitarbeiter, wobei alle zollrelevanten Arbeitspapiere vorgelegt werden müssen.

Keine langen Wartezeiten für die Speditionen

Was die zur Baulogistik gehörende Versorgungslogistik betrifft, verfüge man über ein Online-Portal, das praktisch „wie ein Hotelbuchungsportal“ funktioniere, führt der Diplomingenieur weiter aus: Jedes Handwerksunternehmen, das sich beispielsweise Material auf die Baustelle liefern lassen wolle, müsse diese Transporte mit drei Tagen Vorlauf über das Internet anmelden, so Kohlen. Gebucht werden könnten dabei lediglich Termine in noch freien und von der Dauer angemessenen Terminfenstern. Dadurch laufen die Anlieferungen (gleiches gilt für Abtransporte) am „Fürstenhof“ geordnet ab, und den Speditionen respektive Lastwagenfahrern entstehen keine langen Wartezeiten. So sollen Verkehrsstaus auf der Bückeburger Straße vermieden werden. Im Sinne des Lärmschutzes sei dadurch zudem gewährleistet, dass der Baubetrieb morgens erst zu der genehmigten Zeit beginnt und nicht etwa um 6 Uhr in der Früh wartende Lastwagen mit laufenden Klimaanlagen auf der Straße stehen, ergänzt der Experte.

Nicht minder wichtig in Sachen Baulogistik ist laut Kohlen ein weiterer Aspekt – und zwar die Entsorgungslogistik. Denn: „Wenn jemand knöcheltief im Dreck steht, kann der keine gute handwerkliche Leistung erbringen.“ Die ProSite GmbH organisiert daher die komplette, sortenreine Entsorgung der bei der Sanierung des „Fürstenhofes“ anfallenden Baustellenabfälle.

Dabei kontrolliert ein vor Ort eingesetzter ProSite-Mitarbeiter täglich, ob sich die Handwerker tatsächlich an das konzipierte Mülltrennungssystem halten. Sprich: ob sie die zu entsorgenden Baustoffe in die richtigen Müllcontainer werfen.

10 Euro für die Entsorgung reinen Bauschutts

Und um zu diesem Thema auch noch ein Zahlenbeispiel zu bringen: Die Entsorgung von sogenanntem „Baumischabfall“ sei zehn- bis 20-mal teurer als die Entsorgung von nach Müllsorten (beispielsweise Holz, Gips, Dämmstoffe, Bauschutt) getrenntem Baustellenmüll, verrät der Prokurist. So schlage eine Tonne „Baumischabfall“ bei der Entsorgung mit rund 100 Euro zu Buche, während für die Entsorgung einer Tonne reinen Bauschuttes nur zehn Euro zu zahlen seien. Eine gut organisierte Entsorgungslogistik spare also Geld und trage auch zum Umweltschutz bei.

Für die DRV als Bauherrin ist die Dienstleistung der ProSite GmbH laut Kohlen übrigens „kostenneutral“. Bedeutet: Das Bauvorhaben wird dadurch nicht teurer, als wenn man auf das Hinzuziehen eines Baulogistikers verzichten würde. Denn ebenso wie die bei solch einem Bauvorhaben anfallenden Kosten beispielsweise für Strom, Wasser und die Containerhaltung könne die Bauherrin auch die Kosten für die Baulogistik auf die einzelnen „Nachunternehmer“ (Handwerksbetriebe) umlegen. Wobei die Handwerker aber ebenfalls von dieser Dienstleistung profitieren, indem sie sich voll auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. wk