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Pokal-Abräumer mit zehn Lenzen

Tennis Pokal-Abräumer mit zehn Lenzen

Ein kleiner Spaziergang mit den Eltern durch den Kurpark, und schon ist es um ihn geschehen gewesen, wie es so schön heißt. Denn als Maximilian Adam die Anlage des heimischen Tennisclubs sah, erklärte er resolut: „Hier möchte ich auch einmal spielen.

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Maximilian „Maxi“ Adam inmitten einiger seiner vielen Pokale und Urkunden, die er bei Tennisturnieren bereits gewonnen hat.

Quelle: möh

Bad Eilsen. “ Der Plan wurde gleich in die Tat umgesetzt: Mit damals vier Jahren trat Maximilian, der von seiner Familie und seinen Freunden eigentlich nur „Maxi“ genannt wird, dem TC Bad Eilsen bei. Dass seine Eltern ihn umgehend mit einem altersgerechten Tennisschläger ausrüsteten, war selbstverständlich.

 In der ersten Zeit wollte der kleine Junge jeden Tag auf den Platz und spielen. Mit Erfolg: Denn Maxi holte sich mit sechs Jahren seinen ersten Titel als Kreismeister. Mittlerweile ist er zehn Jahre alt, immer noch tennisbegeistert und räumt bei Turnieren alles ab, was es zu gewinnen gibt. Zudem hat er immer noch ein besonderes Ziel vor Augen. Ohne zu zögern, gibt er als Berufswunsch „Tennisprofi“ an, wohlwissend, dass dann noch ein harter Weg vor ihm liegt.

 Im Sommer trainiert Maxi beim TC Bad Eilsen. Dort bringt ihm Trainer Benjamin „Benny“ Stobinski alles bei, was er auf seinem Weg zum erfolgreichen Sportler in Theorie und Praxis wissen muss. Beim Tennisclub Grün-Weiß Stadthagen hat Scott Wittenberg, ein in der Szene sehr bekannter Tennistrainer, den Jungen ebenfalls unter seine Fittiche genommen. In der Kreisstadt – dieser Klub ist besonders für seine Jugendförderung bekannt – bildet Maxi mit seinen (zumeist älteren) Trainingspartnern im Sommer eine Jugendmannschaft. Im Winter spielen die Kinder und Jugendlichen keine Serie, können jedoch immer, wenn sie möchten, in der vereinseigenen Halle trainieren.

 Und Maximilian will. Wenn kein Coach greifbar ist, muss der ebenfalls sehr sportliche Papa einspringen: Dann spielt und trainiert Claus Adam in den Abendstunden mit seinem Sohnemann. Der 48-Jährige – im Winter Mitglied im Herren-40-Team von GW Stadthagen und im Sommer Mitglied der ersten Mannschaft des TC Bad Eilsen – sorgt dafür, dass Maxi den Spaß am Trainieren nicht verliert. Claus Adam: „Wir wollen unbedingt, dass er immer sagt ,Ich möchte zum Tennis‘ und nicht ,Jetzt muss ich wieder zum Training‘.“ Natürlich sind die Eltern auch zuständig, wenn der Junge zum Training oder auch zu auswärtigen Turnieren gefahren werden muss. Claus und Annette Adam machen das gern, zumal ihr Sohn trotz vieler sportlicher Aktivitäten auf dem Tennisplatz in der Schule gute Noten erzielt.

 Maxi Adam spielt im Jahr viele Turniere, denn für einen Zehnjährigen gibt es noch keine Einteilung in besondere Leistungsklassen. Aber wenn er antritt, ist ihm ein Platz unter den ersten drei stets sicher. Und dabei muss der Junge in der Regel gegen ältere Konkurrenten antreten, da in seinem Alter im näheren und weiteren Umkreis noch nicht ausreichend Konkurrenz vorhanden ist. Zuletzt gewann Maxi zwei Tagesturniere in Hameln hintereinander. Seine Gegner waren alle älter als er. In der Wohnung der Adams stapeln sich daher die Pokale und Urkunden.

 In seinem Sport hat Maxi keine bestimmten Vorbilder. Er findet alle Top-Profis wie Roger Federer, Rafael Nadal oder Novak Djokovic toll. Kontakt hält er aber zu Dustin Brown, der einige Zeit in Stadthagen gespielt hat und mittlerweile Berufsspieler ist. Am Hamburger Rothenbaum trainierte Maximilian schon zusammen mit den deutschen Davis-Cup-Spielern Martin Emrich und André Begemann.

 Als seinen bisher größten Erfolg sieht der Zehnjährige seinen Sieg bei einem U-10-Turnier des Niedersächsischen Tennisverbandes in Hannover an. Dort spielte er im Dezember 2013 im Finale gegen den an Nummer eins gesetzten Spieler aus Leipzig und ließ diesem keine Chance.

 Ein Leben ohne Tennis kann sich Maxi nicht mehr vorstellen, auch wenn er zwischenzeitlich zusätzlich Fußball im TSV Ahnsen und Badminton beim TSV Bad Eilsen spielte. In diesen Sportarten wurde er mit seiner Mannschaft ebenfalls Kreis- und Bezirksmeister. Mittlerweile jagt der Junge nicht nur in den beiden Tennisvereinen in Bad Eilsen und Stadthagen dem gelben Filzball hinterher, auch in seiner Schule – der IGS in Obernkirchen – wird Tennis in einer Arbeitsgemeinschaft angeboten. Trainer ist dort übrigens der Vater von Daniel Masur, der sich erst jüngst seinen Traum als Tennisprofi erfüllt hat. Da Daniel Masurs Familie in Heeßen lebt, scheint sich die Samtgemeinde als „fruchtbarer Boden“ für Tennistalente zu erweisen.sig

 Maximilian „Maxi“ Adam ist stolz auf seine vielen Pokale und Urkunden, die er bei Tennisturnieren bereits gewonnen hat.

möh

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