Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Reise durch die Dunkelheit ins Licht

Ostergottesdienst Reise durch die Dunkelheit ins Licht

Während die Mehrheit der Bad Eilser sich um kurz nach fünf Uhr am Ostersonntag sicherlich noch einmal im Bett umdrehte und sich in ihre Kissen kuschelte, waren an der Christuskirche bereits geschäftige Gestalten zu erkennen.

Voriger Artikel
Mit Folie gegen Blasen und Risse
Nächster Artikel
„Die Standards werden immer höher“

Eine wunderschöne Stimmung breitet sich in der Christuskirche aus: Nach der anfänglichen Dunkelheit wird das Osterlicht weitergegeben. Erst jetzt sind die vielen Blumen in der Kirche zu erkennen.

Quelle: hil

BAD EILSEN. Auf dem Kirchhof im Feuerkorb brannte ein frisch entzündetes Osterfeuer. Angezogen von dessen Licht und Wärme ergab es sich wie von selbst, dass sich die langsam eintreffenden Gottesdienstbesucher um das Osterfeuer versammelten. Das Osterfeuer, gleichzusetzen mit einer Feuerwache in der Nacht, in der die Menschen auf die Erlösung durch ihren Herrn Jesus Christus warten, war einer der ersten spürbar besonderen Momente dieses Frühgottesdienstes. Denn selbst ein kurzer erfrischender Schauer, der plötzlich niederging, konnte den Flammen nichts anhaben.

 Nach einer kurzen Begrüßung und Ansprache durch Pastor Hendrik Blank entzündete Kilian Hartmann als Mitarbeiter in der Jugendarbeit die große Osterkerze und führte damit den Einzug in die noch vollkommen dunkle Kirche an. Die Gottesdienstbesucher folgten schweigend. Während des Gehens stimmte der Oster-Projektchor das Taizé Lied „Laudate omnes gentes“ an.

Das Osterlicht verteilen

Ein besonderer emotionaler Moment folgte, als das Lied in den mehrstimmigen Teil überging und währenddessen das Licht der Osterkerze an jeden Einzelnen in Form einer kleinen Kerze weitergegeben wurde, die Bankreihen sich langsam erhellten. Während des Liedes „Christ ist erstanden“ wurde der am Gründonnerstag zugeklappte Altar wieder geöffnet und der Tisch mit Altartuch, Kerzen und Blumen neu hergerichtet. Beim dreimaligen österlichen „Halleluja“ und dem vollen Geläut vom Kirchturm war die Kirche wieder in gewohnter Helligkeit beleuchtet.

 In seiner Predigt ging Pastor Blank auf die Botschaft des Osterfestes ein: Nach dem Tod ist es noch nicht vorbei. Auch wenn es in manchen Schriften und Paragrafen schwarz auf weiß festgehalten ist, wann ein Mensch als „tot“ zu bezeichnen ist, hätten Tod und Vergänglichkeit nicht das letzte Wort: „Wir sind durch Jesus Leiden am Kreuz und seine Auferstehung befreit zum Leben und wer daran glaubt, wird selig.“ Mit dem vom Projektchor vorgetragenem Lied „Shalom“ (Friede sei mit dir), Segen und Orgelnachspiel endete der Gottesdienst.

 Danach ging es ein wenig weltlicher weiter. Denn gute Seelen hatten ein wunderbares Frühstück im Gemeindehaus vorbereitet, bei dem der Osterhase und bunte Eier natürlich nicht fehlen durften. Pastor Blank bedankte sich bei allen Helfern herzlich. In der Inszenierung des Gottesdienstes der Osternacht liegt alle Jahre wieder eben ein besonderer Zauber.

 Diejenigen, die sich an diesem Morgen aufgemacht hatten, diese einzigartige Stimmung mitzuerleben, verabschiedeten sich nach dem Frühstück fröhlich und wer wollte, konnte etwas von dem fast magischen Licht dieses Morgens mit nach Hause tragen. hil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg