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René rockt 16 Städte

Bad Eilsen / The Voice of Germany René rockt 16 Städte

Sein erstes großes Ziel hat er erreicht: René Noçon geht auf die große 16-Städte-Tournee durch Deutschland. In der zweiten Liveshow von „The Voice auf Germany“ hat sich der aus Bad Eilsen stammende und heute in Hamburg lebende Sänger trotz einiger stimmlicher Wackler am Freitag fürs Halbfinale qualifiziert.

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René Noçon hat sich ins Halbfinale gesungen.

Quelle: dpa

Bad Eilsen/Hamburg (thm). Je höher der Weg auf den Berg hinaufführt, desto dünner wird da oben die Luft. Diese Erfahrung hat René Noçon (39) am Freitag machen müssen. Verflogen ist die Lockerheit, mit der er in den ersten beiden Runden der TV-Show noch überzeugt hat.

Und bevor es losgeht, feuern Sprechchöre seinen direkten Konkurrenten an. Daniel, Daniel, Daniel. Förmlich zu spüren sind bei Noçon Anspannung und Nervosität. Gerade zu Beginn, als er die sehr ruhige und gefühlige Ballade „Das Gold von Morgen“ (Original: Alexa Feser) interpretiert, sitzt nicht jeder Ton dort, wohin er eigentlich gehört. Eine Vorahnung hat Noçon ohnehin gehabt: „Ich habe so’n bissel Panik, dass ich auf der Bühne flennen muss bei dem Song. Ich hoffe, ich ziehe das männlich durch.“ Er hat es durchgezogen, leichte Schwächen hin oder her.

Konkurrent Daniel Mehrsadeh (21) aus Heidelberg lässt seinen Solovortrag nicht zur Zitterpartie werden. Das wird spannend. Das wird knapp. Wie hat Coach Samu Haber René attestiert? Jede seiner Performances sehe aus „wie die letzte Chance für ihn“. So geht’s dann in den direkten 40-Sekunden-Vergleich: die „Clashes“. Noçon bestreitet diese mit deutschsprachigen Songs von Revolverheld und Jupiter Jones. Noch leichte Unsauberkeiten im ersten Song, dann endlich souverän der zweite Vortrag. Daniel Mehrsadeh setzt auf Songs von Maroon 5 und von John Legend. Der erste Song perfekt dargeboten, der zweite mit viel Gefühl vorgetragen.

„Jaaa … good job, boys … gut gemacht!“ Coach Samu Haber lobt seine beiden Talente. Gleich muss er sich entscheiden. 100 Punkte kann er nach Belieben auf Mehrsadeh und Noçon verteilen. Wer bekommt wie viel?
Das Publikum im Studio legt sich fest: „Daniel! Daniel! Daniel!“ fordern die Sprechchöre. Doch die haben mit dem Ausgang nichts zu tun. Rea Garvey („Das irische Orakel“) sieht bis zum letzten Clash-Song René vorne, danach jedoch Daniel: „Ich muss – Gott sei Dank – nichts entscheiden.“ Samu Haber lobt Daniel, der singe wie ein internationaler Superstar, „so genau und so to the point“ – das flößt dem Finnen Respekt ein. Andererseits („René, du bist nicht der best singer in the world … wie ich nicht auch“) gehe es nicht allein um die perfekt gesungene Note, denn: „Wir sind in die Gefühl-Business.“ Wenn Noçon auf Deutsch singe, verstehe er sprachlich vielleicht acht oder zehn Prozent. „Aber ich verstehe den ganzen Song!“

Genug der Worte. Haber wird aufgefordert, seine Prozentpunkte zu verteilen. „Wie gesagt, wir sind in die Gefühl-Business … und deswegen 45 für Daniel … und 55 für René.“ Moderatorin Doris Golpashin gibt derweil einen ersten Trend bekannt, wie die Auszählung der per Telefon oder SMS abstimmenden Fernsehzuschauer läuft: Daniel Mehrsadeh liegt zunächst vorne. Doch dabei bleibt es nicht, als nur wenige Sekunden später das Messinstrument stehen bleibt. Coach Samu Haber hat offenkundig ein feines Näschen dafür, was die Musikfans mögen. Wie er selbst, sehen auch die abstimmenden TV-Zuschauer René Noçon vorne, nur noch deutlicher als der sympathische Finne. 61,8 Prozent haben dem Wahl-Hamburger ihre Stimme gegeben, 38,2 Prozent dem Heidelberger. In der Summe addieren sich die Einzelwertungen von Coach und Publikum wie folgt: Daniel 83,2 Punkte, René 116,8 Punkte. Ein am Ende doch deutlicher Vorsprung.
Auf Facebook haben Fans der Castingshow schon kurz nach der Sendung reagiert. Die einen so, die anderen so. Die Wimpernschlagauseinandersetzung bringt Christian Bedey auf den Punkt: „Mein Herz! Meine Nerven! Schnaps!“ Auch Violet Flame atmet durch: „Ich bin froh, dass manchmal Gefühl gegen fast Perfektion gewinnt.“ Ina-Tatjana McMountington wünscht sich fürs nächste Mal: „Jetzt darf etwas mehr Bandbreite rein.“ Und Diana Tuleweit wünscht sich von René, er möge „mal was Internationales singen, damit es nicht zu einseitig wird“. Währenddessen zielen die Kommentare von Katrin Dippl („Heute leider ziemlich grottig“) und Jürgen Schlötterer („Das war einfach nur zum Weghören!“) auf Renés Schwächeln am Freitagabend ab. Sängerkollege Fritz Feick dagegen mag’s, und zwar kurz: „Sauber! Kuss!“ Und Kfz-Meister Hans Kauffeld dokumentiert via Handy-Screenshot, dass er 33 Mal für Noçon angerufen hat. Zum Schluss hat sich auch René Noçon noch gemeldet: Er ruft seine Fans dazu auf, den unterlegenen Kontrahenten Daniel Mehrsadeh per Internetabstimmung zu unterstützen, damit dieser „noch mit auf Tour kommen kann“.

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