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Bad Eilsen „Römische Lichter“ erhellen die Nacht
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen „Römische Lichter“ erhellen die Nacht
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00:25 11.09.2014
„Aaah …!“ Das Romantik-Feuerwerk bezaubert in drei Höhenlagen mit Vulkanen, römischem Licht und Zylinderbomben. Quelle: mm
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Bad Eilsen

Einige Hundert Personen waren eine halbe Stunde zuvor hinter jugendlichen Fackelträgern und dem Spielmannszug Ahnsen Richtung Kurpark marschiert, wo eine weitere Menschenmenge sich bereits einen guten Platz gesichert hatte, um das Lichtspektakel zu genießen.

 Wie in den vergangenen Jahren beim Musikabend der Gemeinde, so war Frank-Jürgen Pook von der Firma Pook Pyrotechnik in Petershagen wieder für die Durchführung des Feuerwerks verantwortlich. Bereits um 15 Uhr hatte er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern mit dem Aufbau des sogenannten „Etagenfeuerwerks“ begonnen.

 Auf drei Höhenlagen hat er über Funk von Vulkanen über „Römisches Licht“ bis hin zu den Zylinderbomben insgesamt über hundert Kugelbomben für das zehnminütige Feuerwerk in den Himmel verschossen. Die pyrotechnische Show, die in diesem Jahr ohne eine musikalische Untermalung stattfand, ließ den Himmel in phantastischen Farben erstrahlen. Mit Rufen des Entzückens und reichlich Applaus der Zuschauer endete die Vorführung.

 Nachmittags hatte es durchaus kritische Stimmen von Besuchern gegeben, die sich angesichts hungernder Menschen überall auf der Welt („Brot statt Böller“) und durch die Knallerei verstörter Haustiere wunderten, dass ausgerechnet eine Kirchengemeinde als Mitveranstalter eines Feuerwerks auftritt. Die rund 3000 Euro Kosten haben die Gemeinde Bad Eilsen, die Kirchengemeinde und der Kur- und Verkehrsverein anteilig übernommen.

 „Ich kann die Kritiker verstehen und bin eigentlich auch Silvester streng dagegen, Geld in die Luft zu schießen“, meinte Diakon und Mitorganisator Ingmar Everding. In der Kirchengemeinde habe man schon „geschluckt“ und ausführlich diskutiert und sich dann für eine „abgespeckte Version“ entschieden. Zudem wurden während des Festes tausend sogenannte „Knicklichter“ zum Preis von jeweils einem Euro verkauft, sodass die Kosten für das Feuerwerk wieder hereingekommen sind.

 „Ich stehe voll dahinter“, verteidigte Bürgermeisterin Christel Bergmann die Entscheidung und sprach von Tradition und einem Erkennungsmerkmal, das zusätzliche Gäste anzieht. Das Feuerwerk sei etwas Schönes im Leben, das die Menschen in den vergangenen Jahren immer begeistert habe. Zudem leiste die Gemeinde eine Menge Gutes, so unter anderem die Unterstützung der Tschernobyl-Hilfe und des Kur- und Verkehrsvereins. mm

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