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Rudi, Peter und Thomas gehen leer aus

"Enkeltrick" schlägt in Bad Eilsen fehl Rudi, Peter und Thomas gehen leer aus

Immer wieder hat die Bückeburger Polizei in den vergangenen Wochen Opfer von Trickdieben betreuen müssen. Nun gibt es einmal eine positive Nachricht: In Bad Eilsen ist der dreiste „Enkeltrick“ gleich dreimal misslungen.

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Bad Eilsen. Voll des Lobes ist daher auch Polizeisprecher Matthias Auer: „Drei Seniorinnen haben sich vorbildlich verhalten.“ Die alten Damen erhielten am Mittwoch zwischen 10.45 Uhr und 10.55 Uhr Telefonanrufe von einem angeblichen männlichen Verwandten. In allen drei Fällen wurde den Damen von „Rudi“, „Peter“ und „Thomas“ vorgegaukelt, dass diese eine Eigentumswohnung in Hannover erstehen könnten. Zum Wohnungsglück fehle nur noch eine Anzahlung von zehn Prozent, um die sie nun bitten würden.

 Die Frauen informierten umgehend die Polizei und ließen sich durch die Anrufe nicht irritieren. Selbst ein leckerer Kuchen brachte die Betrüger nicht weiter: Den hatten sie nämlich einer Seniorin versprochen, wenn sie vorbeikämen und das Geld abholten.

 Der sogenannte „Enkeltrick“ sei eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben könne, warnt die Polizei. Opfer hätten bereits hohe Geldbeträge verloren oder seien um ihre Lebensersparnisse gebracht werden. Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht?“ oder ähnlichen Formulierungen riefen Betrüger ältere und allein lebende Personen an, gäben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und baten kurzfristig um Bargeld. Als Grund werde ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Computerkauf. Die Lage werde immer äußerst dringlich dargestellt. Oft würden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen wolle, werde ein Bote angekündigt, der das Geld abhole. Habe der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, werde er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten riefe der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen könne. Auf diese Weise hätten Enkeltrick-Betrüger bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet. kk

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