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Sanieren statt plattmachen

Minigolf-Anlage Sanieren statt plattmachen

Mit großer Mehrheit bei nur einer Gegenstimme hat der Rat der Gemeinde Bad Eilsen für den Vorschlag der CDU-Ratsfraktion votiert, die im hinteren Bereich des Kurparks gelegene alte Minigolf-Anlage im Rahmen einer Bürgeraktion instand setzen zu lassen.

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Der Gemeinderat stimmt nahezu geschlossen für den Erhalt der Minigolf-Anlage, während Bad Eilsens Bürgermeisterin Christel Bergmann (am hinteren Tischende, rechts) dagegen votiert. Gemeindedirektorin Svenja Edler (hinten, links) ist nicht stimmberechtigt.

Quelle: wk

Bad Eilsen. Die dafür benötigten Materialien wie etwa Spachtelmasse und Farbe sollen mit Sponsorengeldern bezahlt werden, sodass der Haushalt der Kommune durch diese Maßnahme nicht belastet wird.

Aufgrund der „knappen Haushaltssituation“ der Gemeinde komme eine Sanierung durch eine Fachfirma nicht infrage, erklärte Rolf Prasuhn, der Stellvertretende Bürgermeister (CDU), zu Beginn der Beratung. Gleichwohl wolle man „das vorhandene Potenzial heben“, wobei man auf die tatkräftige Mithilfe der Bürger setze. Freiwillige habe man jedenfalls schon gefunden; ebenso Sponsoren, die die – einschließlich der Anschaffung mehrerer neuer Hindernisse – voraussichtlich rund 3650 Euro teure Instandsetzung der Minigolf-Anlage finanziell unterstützen.

Ergänzend merkte Dagmar Söhlke, Sprecherin der CDU-Ratsfraktion, an, dass die Christdemokraten aus der Bevölkerung heraus etliche positive Reaktionen erhalten hatten, nachdem in dieser Zeitung über die angedachte „Bürgeraktion“ berichtet worden war.

Soccer-Platz statt Minigolf?

Bislang habe er einer Sanierung der Minigolf-Anlage „eher skeptisch“ gegenüber gestanden, räumte Hans-Jürgen Winkelhake, der 2. Stellvertretende Bürgermeister (SPD), ein. Dass aber offenbar bereits Sponsoren gefunden worden sind und der Gemeinde somit vermutlich keine Kosten entstehen, das habe ihn überzeugt, für den Vorschlag der CDU-Ratsfraktion zu stimmen. Allerdings empfahl er, in drei Jahren zu überprüfen, in welchem Maße die Anlage nach der Instandsetzung angenommen wurde, respektive wird, um dann über deren weitere Zukunft zu entscheiden (eine Anregung, die mit in den bei dieser Ratssitzung gefassten Beschluss aufgenommen worden ist). Statt die Minigolf-Anlage wieder in Schuss zu bringen, sollte man im Kurpark besser einen Soccer-Platz (Fußball) neu bauen, denn „da ist Leben drin“, während Minigolf heutzutage nicht mehr angesagt sei, meinte das SPD-Ratsmitglied Eduard Henschel. Dennoch gehörte er bei der Abstimmung zu denjenigen, die ihre Hand für den Vorschlag der Christdemokraten hoben.

Als einzige mit „Nein“ votierte dagegen Bad Eilsens Bürgermeisterin Christel Bergmann: Wenn es nach ihr ginge, würde die Minigolf-Anlage „plattgemacht“, da Minigolf eine „abgängige Freizeitbeschäftigung“ sei, erklärte die Sozialdemokratin. Und stattdessen könnte man dort im Kurpark – vielleicht in Kooperation mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig/Hannover – Seniorenspielgeräte aufstellen.

Laub verschmutzt die Bahnen

Später relativierte die Gemeinde-Chefin auf Nachfrage unserer Zeitung, dass sie nicht per se gegen die Minigolf-Anlage sei. Jedoch sei deren Standort schlecht gewählt, da die Bahnen etwa durch herabfallende Blätter der großen Bäume schnell verschmutzen.

Über Alternativen nachzudenken, sei durchaus legitim, zumal im Kurpark genügend Fläche vorhanden sei, kommentierte Prasuhn die kritischen Einwände. Aber Spielgeräte für Senioren beispielsweise könne man auch woanders und zusätzlich installieren. Für der Erhalt der Minigolf-Anlage spricht aus seiner Sicht indes, dass Minigolf für eine breite Zielgruppe geeignet ist – quasi für Menschen „von fünf bis 75 Jahren“, die gemeinsam Spaß haben wollen.

Im Rahmen der nun vom Gemeinderat abgesegneten „Bürgeraktion“ saniert werden soll die Minigolf-Anlage nach Information der CDU-Ratsfraktion in der Zeit von Juli bis Mitte August. Wer mitmachen möchte, kann sich bei der Gemeindeverwaltung melden. wk

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