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Sanierung kostet 18 Millionen Euro

"Fürstenhof" Sanierung kostet 18 Millionen Euro

Der am Kurpark Bad Eilsen gelegene „Fürstenhof“ ist ein architektonisches Prachtstück, keine Frage. Bei näherer Betrachtung sieht man jedoch, dass der Zahn der Zeit bereits kräftig an dem im Eigentum der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover befindlichen Gebäude genagt hat.

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Ein architektonisches Schmuckstück mit – dem Alter geschuldeten – baulichen Mängeln: der „Fürstenhof“ in Bad Eilsen.

Quelle: wk

Bad Eilsen. So sind etwa im Bereich der Fassade zahlreiche lange Risse zu entdecken; ebenso etliche Stellen, an denen der Putz großflächig abgeplatzt ist. Wegen dieser sowie anderer Mängel, und weil die denkmalgeschützte Immobilie auch sonst nicht mehr den Ansprüchen der DRV genügt, steht eine umfassende Sanierung des – als Teil des „Rehazentrums Bad Eilsen“ genutzten – Gebäudes an.

Derzeit sei man noch in der Planungsphase, berichtet Wolf-Dieter Burde, Pressesprecher der DRV. Aber nach jetzigem Stand gehe man davon aus, dass mit der knapp 18 Millionen Euro teuren Sanierung im Laufe des Jahres 2017 begonnen und diese dann im Frühjahr 2019 abgeschlossen wird.

Schmerzhafte finanzielle Nebenwirkungen

Während der Dauer der Sanierung wird der Betrieb im „Fürstenhof“ laut Burde komplett eingestellt. Das bedeutet: Sowohl die rund 80 in dem Gebäude vorhandenen Patientenzimmer als auch die dort eingerichteten Seminar- und Gruppenräume stehen dann nicht zur Verfügung. Letzteres hat zur Folge, dass sich der Kurbetrieb für Monate ausschließlich auf den benachbarten Gebäudekomplex („Julianenhof“) des „Rehazentrums Bad Eilsen“ konzentrieren wird. Dass die Patientenzimmer während der Sanierung nicht genutzt werden können, hat für die Gemeinde Bad Eilsen eine in finanzieller Hinsicht schmerzhafte Nebenwirkung: „In der Zeit werden wir entsprechend weniger Kurtaxe entrichten“, sagt Harald Hiemesch, Justiziar und Leiter der Finanzabteilung der DRV.

Zum Vergleich: Insgesamt hält die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover in Bad Eilsen 365 Patientenbetten vor, wobei die „Auslastungsquote“ übers Jahr bei „nahezu 100 Prozent“ liegt. Die für die Dauer der Sanierung im „Fürstenhof“ wegfallenden circa 80 Patientenzimmer bedeuten somit temporär knapp 22 Prozent weniger Kurtaxen-Einnahmen für die Gemeinde.

Komplette Erneuerung aller Fenster

An Baumaßnahmen geplant ist außer der Sanierung der Gebäudefassade des „Fürstenhofs“ auch die komplette Erneuerung aller Fenster, der Versorgungsleitungen (etwa Strom, Gas, Leitungswasser), der Heizung und des Lüftungssystems. Ferner sollen das Glasdach des großen Vortragssaals repariert und alle Räume im Erdgeschoss renoviert werden. Und damit nicht genug, werden auch die rund 80 Patientenzimmer in Angriff genommen.

Zimmergrößen sollen angeglichen werden

Das Problem bei den Patientenzimmern ist, dass diese sehr unterschiedliche Größen haben, sagt Hiemesch. Für die im „Fürstenhof“ beherbergten Kurgäste sei dies insofern nicht schön, da somit nicht jedem Patienten der gleiche Wohnstandard geboten werde – bislang jedenfalls. Denn im Rahmen des anstehenden Bauprojekts sollen die Zimmergrößen insbesondere durch geschicktes Versetzen der Einzelbäder in Sachen Wohnfläche einander angeglichen werden, wobei die Bäder bei dieser Gelegenheit auch komplett modernisiert werden sollen.  wk

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