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Schluss mit dem Leerstand?

Neue Interessenten für "Haus des Gastes" Schluss mit dem Leerstand?

Mit dem Leerstand im „Haus des Gastes“ an der Bückeburger Straße in Bad Eilsen könnte es bald ein Ende haben. „Im Augenblick haben wir jemanden“, bestätigt Gemeindedirektorin Svenja Edler auf Anfrage dieser Zeitung und spricht in diesem Zusammenhang von einem ernsthaften Interessenten.

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Sehen und gesehen werden: Das „Haus des Gastes“ liegt idyllisch am Englischen Garten.

Quelle: pr.

Bad Eilsen. „Wir lassen das Objekt seit einiger Zeit über ein Maklerbüro bewerben“, erläutert Edler, mit welchen Mitteln die Gemeinde versucht, für ihre seit etwa einem Jahr abermals verwaiste Immobilie wieder einen Pächter zu finden. Aktueller Stand der Dinge: „Von dort liegt uns jetzt auch eine Bewerbung vor.“ Damit werden sich die bei der Gemeinde zuständigen Gremien schon bald „ernsthaft befassen“. Ein erstes Treffen mit dem Interessenten, bei dem dieser der Gemeinde sein Konzept vorstellen soll, „wird Ende Januar stattfinden“, so Edler. Der Bewerber habe signalisiert, den Betrieb im Haus des Gastes noch im Frühjahr 2016 beginnen zu lassen.

 „Mal gucken, wohin wir da kommen“, hält Edler mit ihrer leisen Zuversicht nicht hinter dem Berg: „Ich glaube, das sieht durchaus positiv aus.“ Zum möglichen Geschäftsansatz des Bewerbers gibt sich die Gemeindedirektorin allerdings noch bedeckt. Es handele sich um einen klassischen Restaurantbetreiber – mehr Informationen sind Edler nicht zu entlocken.

 25 Jahre lang hatte die Familie Eiben im „Haus des Gastes“ das Restaurant „Nautilus“ betrieben. Im Oktober 2009 zog Uwe Eiben vor allem aus Gründen, die er nicht beeinflussen konnte, die Reißleine. „Die Energiekosten fressen uns auf. Ich würde den kommenden Winter nicht mehr überstehen“, so Eiben damals. Die Gemeinde reagierte. Eine Renovierung des 1948 gebauten „Hauses des Gastes“ stand ohnehin an; in diese wurde – als zweiter Bauabschnitt – die Umgestaltung des Gastronomiebereiches einbezogen. Die Gesamtkosten der Sanierung des Objekts hatte die Gemeindekasse am Ende mit etwa 800000 Euro belastet. Dafür hat sich Bad Eilsen verschuldet – „erstmals seit Menschengedenken“, wie es damals hieß. Ein erheblicher Teil dieses Betrages entfiel auf Maßnahmen zur Energieeinsparung, auf eine neue Lüftungsanlage, auf den Austausch der kompletten Elektrik sowie auf Maßnahmen zum Brandschutz.

 Das Restaurant bietet seither 55 Plätze, im Saal sind es 120 (er kann mittels Akustiktrennwand auf 60/60 geteilt werden). Zudem gibt es eine Raucher-Lounge als eine Art Bibliothek mit separater Zu- und Abluftanlage sowie mit Kamin. Das Restaurant ist von vorne bis hinten barrierefrei. Eine Behindertentoilette sowie in der Höhe angepasste Waschbecken und Seifenspender sind vorhanden. Die Küche verfügt über Induktionstechnologie, die Lüftung ist mit einer Wärme-Rückgewinnung ausgestattet.

 Im April 2011 eröffnete im „Haus des Gastes“ das Restaurant „Schulz“. Noch im selben Jahr gaben die damaligen Betreiber ihr Vorhaben wieder auf. Zwei Jahre sollten vergehen, bis im März 2014 das „Carpe Diem“ seine Pforten öffnete. Das Betreiberduo hielt zwar etwas länger durch als das „Schulz“, doch Ende Februar 2015 wurde der auf fünf Jahre abgeschlossene Pachtvertrag wieder aufgelöst. Seither wurde die Immobilie von der Gemeinde nur für einzelne Veranstaltung vermietet.  thm 

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