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Schmucke Plakette fürs Palais

Bad Eilsen Schmucke Plakette fürs Palais

Dem Schaumburg-Lippischen Heimatverein ist es „ein besonderes Anliegen“, die „vorbildlich gelungene Sanierung und Restaurierung“ von Kursaal und Kurtheater zum Palais in Park in herausgehobener Weise zu würdigen, lobte Heinz Brunkhorst die in Bad Eilsen unternommenen Anstrengungen.

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Großes geleistet: Svenja Edler (von links) und Bernd Schönemann freuen sich über die Auszeichnung, die Volker Wehmeyer, Heinz Brunkhorst und Hergen A. Hennings ihnen im Namen des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins überreichen.

Quelle: thm

Bad Eilsen. Sichtbarer Lohn der sich über mehr als zwei Jahren erstreckenden Bemühungen ist die „Plakette“, ein aus Keramik bestehendes Wappenschild, welches mit dem Schaumburger Nesselblatt und der Lippischer Rose die Symbole des einst Schamburg-Lippe genannten Landstrichs zeigt.

Warum der Heimatverein solche Auszeichnungen vergebe, fragte Brunkhorst rhetorisch in die Runde, um die Antwort gleich selbst zu geben. Die Denkmalpflege sei als Aufgabe in der Vereinssatzung verankert. „Lag der Schwerpunkt der Arbeit in den ersten Jahrzehnten nach Gründung auf der archäologischen Denkmalpflege, rückten nach dem letzten Weltkrieg im Zuge der Modernisierungswelle andere Dinge in den Blickpunkt, wie etwa das Sichern von Fachwerkbauten, historischen Balken und dergleichen mehr“, erläuterte Brunkhorst.

Zu Beginn der achtziger Jahre habe der Verein mit dem „Bewertungsausschuss“ ein Gremium „geballter Fachkompetenz“ gegründet. Ihm gehören acht Spezialisten an, darunter Architekten, Handwerker und Verwaltungsfachleute. Ziel sei das Erhalten und die Pflege schaumburg-lippischen Kulturgutes, insbesondere der Baukultur sowie der Industrie- und Sozialgeschichte. Bewertet werde der Gesamteindruck, das Erhalten der historischen Bausubstanz, das Wahren typischer Stilelemente und die handwerkliche Qualität der Bauausführung. Bei baulichen Veränderungen infolge einer Umnutzung sei ein wesentlicher Gesichtspunkt, ob die neue Nutzung dem Baudenkmal auch würdig sei.

Als Vorsitzender des Bewertungsausschusses rief Hergen A. Hennings die Einzelschritte der 2014 und 2015 erfolgten Restaurierung in Erinnerung. Seine Schlussfolgerung: „Dieses überregional bedeutende multifunktionale Kultur- und Veranstaltungszentrum bietet die Möglichkeit, die kulturelle Daseinsvorsorge zumindest für das Einzugsgebiet der Samtgemeinde Eilsen und der Stadt Obernkirchen zu sichern.“ Den Verantwortlichen sei es gelungen, das PiP „als Teil eines den Ort prägenden Ensembles historischer und denkmalgeschützter Gebäude zu erhalten“.

Wenn man so will in einer Doppelrolle – als Ausgezeichneter und zugleich als Ehrender – folgte Bauingenieur Volker Wehmeyer dem Geschehen. Sein Planungsbüro war für die gesamte Bauplanung der umfangreichen und etwas mehr als 5 Millionen Euro teuren Sanierung verantwortlich. Als Fachmann gehört er dem Bewertungsausschuss des Heimatvereins an.

Bürgermeister Bernd Schönemann bedankte sich für die Auszeichnung: „Darauf sind wir stolz.“ Und weil der Erfolg bekanntlich viele Väter hat, erinnerte Schönemann daran, das Projekt sei innerhalb der Verwaltung mit verteilten Rollen betreut worden. „Meine Stellvertreterin Svenja Edler hat während der Bauphase Wesentliches geleistet – nicht nur bei den wöchentlichen Baubesprechungen, sondern auch beim Sicherstellen der Finanzierung.“ Sein Job sei der des Geschäftsführers der Betreibergesellschaft, so Schönemann weiter. „Einiges muss sich da noch einruckeln, und doch kann sich sehen lassen, was seit der Eröffnung im September vergangenen Jahres im Haus bereits auf die Beine gestellt worden ist.“ Der Bürgermeister sprach von einer regen Nachfrage und vielen Terminwünschen. thm

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