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Senioren in zwei Altenheimen belästigt

Polizei ermittelt in Bad Eilsen und Obernkirchen Senioren in zwei Altenheimen belästigt

Mehrere Senioren in Altenheimen Bad Eilsens und Obernkirchens sind am vergangenen Dienstag von Unbekannten in ihren Zimmern aufgesucht und belästigt worden.

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Quelle: Picasa

Bad Eilsen/Obernkirchen. In Bad Eilsen wurde die Pflegekraft eines Heimes gegen 13.30 Uhr stutzig, weil das Zimmer einer älteren Dame von innen verschlossen war. Wie es in der Pressemitteilung der Polizei weiter heißt, hielt sich in besagtem Zimmer ein Pärchen auf, das bei der Frau um Bargeld gebettelt hatte. Außerdem sei die Seniorin gefragt worden, ob sie noch ein Haus besäße. Ein ähnlicher Fall ereignete sich laut Polizei in Obernkirchen. Dort hatte eine 91-jährige Heimbewohnerin eine Unterschrift für eine bislang unbekannte Leistung getätigt.

 In beiden Fällen hat die Polizei bislang keine Straftaten zum Nachteil der Heimbewohner feststellen können.

 Die Polizei konnte das Kennzeichen von einem wegfahrenden Audi aus Essen ermitteln. Bei den Insassen könnte es sich um die Besucher „südländischen Aussehens“ gehandelt haben, vermuten die Ermittler. Trotz Fahndung fehlt vom Fahrzeug zunächst jede Spur.

 Wie Matthias Auer als Pressesprecher der Polizei Bückeburg weiter sagte, bleiben etwaige Taten oft unentdeckt, und das insbesondere dann, wenn es sich um demente Patienten handelt und wenn es sich um geringe Geldbeträge und kleine Wertgegenstände handelt, die entwendet werden.

 Täter seien meist Fremde, die sich von außen Zugang verschaffen. Erleichtert werde ihnen dies, wenn Rezeptionen nicht regelmäßig besetzt und wenn unbekannte Personen vom Pflegepersonal nicht angesprochen werden. Für die Polizei, so Auer weiter, gestalte sich die Suche nach Tätern und Spuren oft schwierig, weil die Taten oft erst nach mehreren Tagen bemerkt und angezeigt werden.

 Der Pressesprecher hat daher einige Tipps, deren Beachten den Tätern ihr Tun deutlich erschwert. Bewohnern rät er:

 schon vor dem Einzug in ein Heim teure Wertgegenstände in einem (Bank-)Schließfach zu deponieren;

 beim Einzug eine Liste aller persönlichen Gegenstände anzufertigen, Nummern und Markierungen separat zu erfassen und wertvolle Schmuckstücke und Gegenstände mit einem höheren Wert zusätzlich zu fotografieren;

 größere Bargeldbestände der Verwaltung zur Aufbewahrung zu übergeben;

 wenn vorhanden, abschließbare Fächer oder Tresore im Zimmer zu benutzen;

 wenn möglich, die Türen des Zimmers bei jedem Verlassen abzuschließen.

 Betreibern und Pflegepersonal rät er:

 in jedem Zimmer einen Tresor (oder ein abschließbares Fach) einzubauen und die Bewohner zu deren Benutzung anzuhalten;

 jede Pflegekraft soweit zu sensibilisieren, dass Diebstähle sofort der Polizei gemeldet werden;

 die Notwendigkeit einer intensiveren Betreuung oder rechtlichen Betreuung zu prüfen, wenn bemerkt wird, dass ein Bewohner unangemessen sorglos mit seinem Vermögen umgeht. thm

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