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Steuerprivileg für drei Wiederholungstäter

Bad Eilsen / Dank an Kurgäste Steuerprivileg für drei Wiederholungstäter

Nun wirklich nicht jeder darf sich als stolzer Besitzer einer Ehrenkurkarte fühlen. Seit dem vergangenen Dienstag ist der erlauchte Kreis der von der Kurtaxe befreiten Personen um drei angewachsen. Übrigens ist es ein putzmunteres Trio, wie sich beim Verleihen des steuerlichen Privilegs im Rathaus herausgestellt hat.

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Besuch aus Berlin: Bürgermeisterin Christel Bergmann (rechts) mit Mechthild Zoske (von links), ihrem Schwiegersohn Wolfgang Müller und ihrer Tochter Ute Zoske.

Quelle: thm

Bad Eilsen. Seit vielen, vielen Jahren schon werden die Hauptstädter ihrer gewohnten Berliner Luft überdrüssig, schnuppern lieber und immer wieder gerne das Odeur der Provinz. Wolfgang Müller etwa, dessen 25. Aufenthalt im Kurort die Gemeinde nun belohnt, oder Mechthild Zoske, Müllers Schwiegermutter, von der dieser vor mehr als einem Vierteljahrhundert den brandheißen Kurort-Tipp bekommen hat, und natürlich Ute Zoske, Tochter der einen und Gattin des anderen, die sich ebenfalls zum vielfachen Male als Wiederholungstäterin entpuppt hat.

 Apropos: Wolfgang Müller ist, als er noch im Berufsleben stand, ein Kriminaler gewesen – kein Krimineller, sondern ein Jäger derselben. Und weil wir seit Paul Lincke wissen, dass in Berlin „nur selten was verpufft pufft, pufft“, verwundert es nicht weiter, dass Müller auch im Rotlichtmilieu spitzbübisches Treiben zu unterbinden trachtete – und nicht nur dort, sondern selbst in Sachen Vereinigungskriminalität Recht und Gesetz Geltung zu verschaffen hatte.

 Bei so viel beruflichem Trubel und beim tagein tagaus hektisch brummenden Großstadttreiben ringsum lechzt die Berliner Seele vor allem nach einem: nach Ruhe. Und wo gibt’s die? Genau: in Bad Eilsen. „Wir verstehen unsere Aufenthalte hier als Investition in unsere Gesundheit“, gibt Ute Zoske zu verstehen. Sie selbst kommt seit 13 Jahren hierher, ihre Mutter ist zum 17. Mal in Bad Eilsen, und ihr Gatte hat soeben die „25“ vollgemacht.

 Die Gäste aus Berlin fühlen sich in der Bückeberg-Klinik immer wieder bestens aufgehoben und betreut. „Wir brauchen uns nicht kümmern, genießen nach so vielen Aufenthalten sogar einen gewissen Freiraum“, schwärmt Ute Zoske. Vor allem aber genießen sie die Ruhe ringsum, die Luft, wo eben nichts pufft, wo man wandern kann oder mit dem Fahrrad fahren zwischen Harrl und Mittelandkanal. Wo die Seele baumelt und der Körper Kraft schöpft.

 Bürgermeisterin Christel Bergmann hofft, diese ganz besonderen Gäste „noch viele Jahre“ im Kurort begrüßen zu dürfen. Den Dank der Gemeinde versinnbildlicht die Jubiläumsgabe an die drei Gäste aus Berlin: Die Ehrenkurkarte erspart ihnen bei künftigen Aufenthalten die Kurtaxe.thm

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