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Stolpersteine fürs Ehepaar Faber

Gunter Demnig kommt nach Bad Eilsen Stolpersteine fürs Ehepaar Faber

Vor der früheren Villa des Bad Eilser Badearztes Karl Faber und seiner Ehefrau Ellen an der Ecke Julianenstraße / Dr.-Faber-Straße wird der Kölner Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an deren Schicksal zwei Stolpersteine setzen.

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Bad Eilsen. Termin für die Verlegung ist am Mittwoch, 28. Januar, um 14 Uhr.

 Die Steine, die in den Gehweg eingelassen werden, erinnern das Schicksal des Bad Eilser Badearztes Karl Faber und seiner ursprünglich jüdischen, jedoch bereits 1922 christlich getauften Ehefrau Ellen . Die Eheleute waren zunächst aus Bad Eilsen nach Lindhorst vertrieben worden, im Herbst 1944 wurden sie getrennt. Im Januar 1945 meldete sich Ellen Faber per Postkarte ein letztes Mal. Ihre Reise solle weitergehen nach Osten – ins KZ Auschwitz. Dann verliert sich ihre Spur.

 Um die Stolperstein-Aktion finanzieren zu können, hatte der Heimat- und Kulturverein um Sponsoren gebeten. Bislang sind die Ehepaare Bokeloh und Eckel aus Heeßen sowie Fritz Winkelhake dem Aufruf gefolgt – weitere Spender sind willkommen. Das Ehepaar Eckel hatte sich vor einiger Zeit beim Besuch von Nachkommen der in Rinteln, Weserstraße 1, bis zur gelungenen Auswanderung lebenden Familie Ludwig Leeser sehr engagiert. Fritz Winkelhake pflegt seit 48 Jahren Freundschaften zu einer ganze Reihe jüdischer Familien in Israel und hat durch seine Schwester Gerda eine eigene jüdische Familie in Israel. Seit 1980 bemüht er sich darum, dass das Schicksal der jüdischen Bürger Schaumburgs nicht vergessen wird.

 Am Vorabend der Stolpersteinsetzung, am Dienstag, 27. Januar, soll um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Bad Eilsen (neben der Kirche) der schlimmen Erlebnisse des Ehepaares Faber und anderer Schaumburger NS-Opfer gedacht werden. Geladene Gäste aus dem Heimat- und Kulturverein Eilsen, der Kirchengemeinde, dem Versöhnungsbund sowie interessierte Bürger werden die derzeitige gesellschaftliche Situation Deutschlands. thm

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