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Struktur an alternde Gesellschaft anpassen

Programm und die Auswirkungen auf Obernkirchen Struktur an alternde Gesellschaft anpassen

Das Bund-Länder-Programm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ beschäftigt derzeit die Gemeinderäte und den Samtgemeinderat, aber auch die politischen Gremien der Stadt Obernkirchen.

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Gemeindedirektor Andreas Kunde (links) und Bürgermeister Thomas Beckmann blicken auf eine Grafik, auf der verschiedene Gesichtspunkte zusammengetragen sind, die von dem Entwicklungskonzept erfasst werden.

Quelle: thm

Eilsen. Gemeinsam wird an einem miteinander abgestimmten, integrierten Entwicklungskonzept gearbeitet. Das Vorliegen desselben ist für die beteiligten kleinen Kommunen Voraussetzung, um in den nächsten Jahren in den Genuss von Städtebauförderungsmitteln zu kommen. Der lukrative Gesichtspunkt daran: Von den Behörden genehmigte Projekte werden mit zwei Dritteln der Gesamtkosten bezuschusst. Da lässt sich für die klammen Kommunen mit vergleichsweise kleinem Geld Großes bewegen.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels drängt es sich auf, die innerörtlich vorhandene Infrastruktur künftigen Erfordernissen anzupassen“, erläutert Planer Matthias Reinold einen Gesichtspunkt des Förderprogramms. Schon bald werde jeder Zweite älter als 50 Jahre sein. Ein weiterer Aspekt ist die Vernetzung: „Es gilt, Doppelstrukturen zu vermeiden – nicht jede Gemeinde muss alles selbst vorhalten“, so Reinold weiter. Für den Bereich der Samtgemeinde Eilsen hat sein Planungsbüro für jede einzelne Mitgliedsgemeinde konkrete Handlungsvorschläge einschließlich einer auskömmlichen Kostenschätzung erarbeitet. Seit einiger Zeit werden die Vorschläge nach und nach in den Gremien vorgestellt, wenn sie nicht bereits präsentiert worden sind.

Ahnsen: Für regt der Planer zweierlei an. Das Dorfgemeinschaftshaus ließe sich durch intensives Nutzen des ehemaligen Gemeindebüros besser als bisher auslasten. Denkbar wäre das Weiterentwickeln der bereits bestehenden Mehrfachnutzungen durch soziale und kulturelle Nutzungen – zum Beispiel Senioren- oder Familienabende, außerschulische Betreuung, Bereitstellen der Räume für die Organisation von ehrenamtlichen Tätigkeiten und sonstigen Beratungen. Ganz wichtig vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft: Der Zugang zum Dorfgemeinschaftshaus sollte unbedingt barrierefrei gestaltet werden. Projektkosten: 780000 Euro. Eine weitere Idee: Auf dem Areal des ehemaligen Sägewerks Möller könnte der mit dem Klinikum verbundene besondere Wohnbedarf durch Mobilisierung gedeckt werden, etwa mit Angeboten für Mehrgenerationenwohnen und gegebenenfalls sonstigen Betreuungsserviceleistungen.

Über die Vorschläge für hat diese Zeitung bereits ausführlich berichtet. Im Blickpunkt befinden sich dabei unter anderem der längst begonnene Umbau von Kursaal und Kurtheater zum Palais um Park (5,1 Millionen Euro), die Sanierung und Umnutzung der Remise zu einem vielseitig verwendbaren Veranstaltungsgebäude (1,9 Millionen Euro), das Ansiedeln von Betrieben aus den Bereichen Medizin oder Medizintechnik auf dem Areal des ehemaligen Markant-Marktes (1,8 Millionen Euro), das gestalterische Aufwerten der Ortsmitte durch Verbessern der barrierefreien Erreichbarkeit dort liegender Versorgungseinrichtungen (640000 Euro), der Umbau des ehemaligen Bauhofs zu einer Seniorenwerkstatt mit Treffpunkt (350000 Euro) sowie Sanieren und Umnutzen des Brunnenhauses des Georgenbrunnens zu einem Kulturtreffpunkt mit „Lounge“-Charakter (100000 Euro).

Buchholz: In rückt der Planer den bisherigen Gewerbehof Schlingmühle in den Fokus. Sein Vorschlag zielt darauf ab, den Gebäudekomplex energetisch zu sanieren, funktional aufzuwerten und für Zwecke des Mehrgenerationenwohnens umzunutzen. Der Gemeinderat Buchholz hat unlängst einen weiteren Punkt vorgeschlagen. Vorstellen kann man sich auch eine Aufwertung des Platzes, an dem einst der „Blankhammer“ stand. Diese im frühen 18. Jahrhundert errichtete Hammerschmiede war ein früher Industriebau im Mittellauf der Bückeburger Aue. Von der einstigen Anlage besteht heute allerdings nur noch das Wehr aus behauenen Sandsteinquadern. In beiden Fällen gibt es noch keine Kostenschätzung.

In könnte der Bereich des ehemaligen Bremer Landschulheims eine Rolle spielen. Eine möglichst vielfältige Nutzung sei anzustreben, so der Planer. Ihren Platz finden könnten dort betreute Wohnformen (Stichwort „Leben im Alter“), ein Hospiz oder eine Seminar- und Fortbildungsstätte. Funktional verbessert und mit einem barrierefreien Zugang ausgestattet werden könnte der Gebäudekomplex, in dem Jugendzentrum, das TSV-Vereinsheim und die „Emmaus“-Kita untergebracht sind. Der Gemeinderat Heeßen ergänzte unlängst einen weiteren Punkt: Berücksichtigt werden solle auch das ehemalige Schrankenwärterhäuschen im Bereich von Hauptstraße und Bahnlinie, für das eine neue, sinnvolle Nutzung noch gesucht werde. Auch für diese Vorschläge gibt es noch keine Kostenschätzung. Luhden

In könnten auf Vorschlag des Planers barrierefreie Zugänge geschaffen werden für das Dorfgemeinschaftshaus/Gemeindebüro (Projektkosten: 22.000 Euro) und für die Sporthalle (22.000 Euro).

In den Gremien, in denen er seine Vorschläge für ein integriertes Entwicklungskonzept bereits vorgeschlagen hat, wies Planer Reinold immer wieder auf eines hin: „Man muss nicht jeden Vorschlag umsetzen. Es handelt sich um eine Ideensammlung, aus der einzelne Punkte umgesetzt werden können. Dinge, die in diesem Konzept nicht festgeschrieben sind, können allerdings später nicht aus dem Fördertopf bezuschusst werden.“

thm

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