Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Studenten sollen Kurpark-Konzept entwickeln

Bad Eilsen Studenten sollen Kurpark-Konzept entwickeln

Nach Ansicht des CDU-Ratsherrn Rolf Prasuhn misst die Verwaltung dem denkmalgeschützten Kurpark nicht genügend Bedeutung bei.

Voriger Artikel
Kulinarische Bio-Bombe
Nächster Artikel
Nur 72 Spender bei Januar-Termin

Wer genau hinschaut, kann auch heute noch erkennen, dass die Bäume im Kurpark nicht zufällig, sondern nach Konzept gepflanzt worden sind.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Dort gelte es aber nicht nur, die Bäume, die teilweise mehr als 150 bis 200 Jahre auf dem Buckel haben, planlos zu ersetzen, sondern man solle sich bei der Parkentwicklung professioneller Hilfe bedienen, erklärt er. Während der Sitzung des Rates der Gemeinde regte er an, man möge doch bitte ein Konzept von Fachleuten, erstellen lassen, um den Kurpark möglichst so erhalten zu können, wie er damals von seinen Baumeistern architektonisch geplant und errichtet worden sei. Mit „Fachleuten“ meint er Studenten der Hochschule Hannover.

Die Bäume im Kurpark seien seinerzeit in Gruppen, in Reihen, symmetrisch und asymmetrisch oder auch nach Arten gepflanzt worden, erklärte Prasuhn. Wer genau hinschaue, könne auch heute noch das System der damaligen Kurparkarchitekten erkennen. Und Planung sowie Umsetzung seien nicht gerade billig gewesen, denn schon damals hieß es, der Fürst habe sich die Parkanlage „gegönnt“. Zwar sei das Ur-Konzept des Kurparks im Verlaufe der Jahre bereits verwässert worden, aber es wäre zu schade, wenn der Charakter des Kurparks komplett verloren ginge. Als „Sünde“ bezeichnete Prasuhn zum Beispiel den Mammutbaum, der irgendwann einmal mitten im Kurpark gepflanzt worden sei, obwohl er auf keinen Fall typisch für Norddeutschland oder unsere Region sei.

Der CDU-Ratsherr hat, wie er dem Rat der Gemeinde erläuterte, konkrete Vorstellungen, wie man den denkmalgeschützten Kurpark erhalten könne, ohne all zu tief in die Geldbörse greifen zu müssen, denn schließlich sei die Gemeinde finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet. Er berichtete von der Hochschule in Hannover, deren Studenten sich unter anderem mit der Gestaltung der Botanischen Gärten in der Landeshauptstadt beschäftigten. Er, so Prasuhn, könne sich lebhaft vorstellen, dass die Studenten den heimischen Kurpark nach den historischen Grundlagen überprüfen, den Ist-Zustand ermitteln und dann ein Konzept erarbeiten, um den ursprünglichen Charakter des Parks für die Zukunft zu erhalten. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Gemeinde mit der Hochschule beziehungsweise dem zuständigen Dozenten in Verbindung setze, um sie für ein studentisches Projekt „Gestaltung/Erhaltung Kurpark“ zu gewinnen. Sei die Gemeinde erfolgreich, könne sicher eine wissenschaftlich fundierte und kostengünstige Lösung für die Sanierung des Parks im Kurort gefunden werden.

Prasuhn verwies darauf, dass auch im Niedersächsischen Staatsarchiv in Bückeburg noch Pläne über die Gestaltung des heimischen Kurparks vorhanden seien. Dem CDU-Ratsherrn ist es ein persönliches Anliegen, den Kurpark über den erfolgten und geplanten Sanierungen der alten Gebäude im Kurort nicht zu vergessen. Schließlich würden Georg-Wilhelm-Haus, Kurhaussaal und Kurtheater schon in neuem Glanz erstrahlen. Noch in diesem Jahr werde mit umfangreichen Arbeiten im und am Fürstenhof begonnen. Prasuhn: „Der Kurpark bildet mit den umliegenden Objekten eine Einheit und darf daher keinesfalls vernachlässigt werden.“

Übrigens: Der Kurpark war früher ein recht sumpfiges, von der Aue durchflossenes Gebiet. Mit zunehmendem Erfolg des Bades wurde der Park über Jahrzehnte erschaffen und immer wieder ergänzt. Bereits 1799 entstanden die Harrlallee und die Brunnenpromenade als Alleenkreuz. Zusammen stellen sie das Grundgerüst des Parks dar. Die dort verstreut liegenden Quellen, das Rosarium, die Promenaden und die mit Bäumen gesäumten Alleen bilden zusammen mit den weiträumigen Grünflächen ein harmonisches Ensemble von Natur und gestalteter Landschaft – eine Einladung zu Müßiggang und Wohlbefinden, wie es schon früher hieß und es auch in Zukunft sein soll. möh

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg