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Tennisclub verliert Sportwart

Weniger als 120 Mitglieder Tennisclub verliert Sportwart

Erstmalig in seiner Geschichte hat der Tennisclub Bad Eilsen weniger als 120 Mitglieder (118), und zum ersten Mal ist ein Vorstandsamt während der Jahresversammlung (Sportwart) nicht besetzt worden.

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Für zwei Jahre wiedergewählt: Vorsitzender Ralf Hauschild, Schriftführerin Susanne Leberke und Pressewart Erwin Sengebusch.

Quelle: möh

Bad Eilsen. Zudem hat Vorsitzender Ralf Hauschild angekündigt, in zwei Jahren ebenfalls nicht wieder für diesen Posten zur Verfügung zu stehen.

Er spreche dieses Thema rechtzeitig an, damit die Mitglieder zwei volle Jahre Zeit hätten, sich einen neuen „Chef“ zu suchen. Probleme bekommt der Verein, wenn die Tennishalle in Bückeburg zum Ende der Wintersaison endgültig schließt. Dann muss sich vor allem die Jugend, auf die der Verein besonders stolz ist, im Winter ein neues Trainingszuhause suchen.

Aber es ist im Tennisclub nicht alles negativ, sondern die Mitglieder halten ihm auch viele Jahre lang die Treue. So zeichnete Klubchef Hauschild für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft Silvia Wendland mit einem kleinen Präsent aus. Seit 20 Jahren sind Georgia Hasse und Erwin Sengebusch im Verein. Über die Nadel für zehnjährige Mitgliedschaft durften sich Lennart Hering, Luis Franke, Nicolas Bahr, Benny Stobinski, Heiner Bruer, Holger Tomm, Ingrid Harmel und Charly Scheffler freuen.

Einstimmig wurde Hauschild für weitere zwei Jahre zum ersten Vorsitzenden gewählt. Hauschild erklärte jedoch unmissverständlich, dass er nach Ablauf dieser Legislaturperiode nicht mehr zur Verfügung stehe. Er habe den Posten 2005 übernommen. Mittlerweile fehlten ihm der Spaß an der Arbeit und das Engagement, neue Aufgaben anzuschieben.

Dieses sei für einen Verein, der sich dem Wandel der Zeit anpassen müsse, nicht gut. Und er merke, dass ihm Kritik an seiner Person besonders unter die Haut geht und er dann „sehr barsch reagiere“. Er dankte besonders seinem Vorstandskollegen Erwin Sengebusch, der ihn in den vergangenen Monaten überaus unterstützt habe.

Wiedergewählt wurden auch Schriftführerin Susanne Leberke und Pressewart Erwin Sengebusch. Überraschend für die Mitglieder stellte sich Sportwart Markus Kolbe nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Er werde beruflich viel unterwegs sein und könne dann die Aufgaben nicht mehr erfüllen, erklärte Kolbe. Verständnis zeigte Hauschild und betonte: „Wir verdienen unser Geld nicht mit der Vereinsarbeit, sondern mit unserem Beruf.“

Die Arbeit des Sportwarts (Meldungen der Mannschaften an den Verband, Vorbereitung der Saison, Vereinsmeisterschaften) sollen zunächst auf mehrere Schultern verteilt werden, bis ein neuer aus dem Bereich der aktiven Spieler gefunden ist.

Wo im Winter trainieren, wenn die Bückeburger Tennishalle geschlossen ist? Die noch vorhandenen Hallen in Hessisch Oldendorf, Bad Nenndorf, Stadthagen und Silixen sind ausgebucht. So bekommt vor allem die Jugend des Tennisclubs, die 29 Mitglieder zählt und seit Jahren in der ehemaligen Residenzstadt trainiert, große Probleme. Vielleicht, so erklärte Jugendwart Sengebusch, könnten die Kleinsten in einer der Sporthallen in Heeßen oder Luhden üben.

Die Älteren müssten dann zur Not in die Traglufthalle des Mindener Tennisclubs ausweichen. Einige der Eltern seien bereit, Fahrgemeinschaften zu bilden, um nach Minden zu fahren, betonte Sengebusch.

Optimal sei jedoch, so die Meinung des Tennisclubs, wenn sich vielleicht mehrere Vereine zusammenschließen würden, um gemeinsam die Halle in Bückeburg in Eigenregie zu betreiben. Um diese Lösung zu erreichen, müsse man sich mit anderen Vereinen zusammensetzen, denn für den heimischen Klub allein sei es finanziell nicht möglich, die Halle in Bückeburg zu finanzieren. Und eine eigene Traglufthalle auf den Plätzen im Kurpark sei illusorisch, winkten die Mitglieder gleich ab. möh

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