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Tipps gegen das „Hüftgold“

Bad Eilsen Tipps gegen das „Hüftgold“

Weihnachten ist das Fest der Liebe, und Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Was jedoch durch den Magen geht, versammelt sich oft, wenn auch mit etwas Zeitverzug, auf den Hüften. Was wir tun können, damit sich das „Hüftgold“ nicht unter den Christbaum mogelt, verraten Marion Winzer und Angelika Sander. Sie sind vom Fach: In der Lehrküche des Rehazentrums Bad Eilsen führen sie Patienten auf den Weg der gesunden Ernährung.

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Quelle: pr.

Bad Eilsen. Die schlanke Weihnacht beginnt im Kopf. „Man sollte diese Tage wirklich genießen“, sagt Winzer. Wobei „genießen“ eben nicht gleich bedeutend ist mit dem „Genuss“ von oft fettreichen Speisen. Genießen ist Ruhe, ist Gemütlichkeit. Eine schön dekorierte Wohnung mit dem Schein flackernder Kerzen und dem Duft frischer Tannenzweige. Sich Zeit nehmen. Freunde treffen. „Nicht nur immer den Gänsebraten im Hinterkopf haben, nicht immer viele Kekse essen; stattdessen kleine Dinge – auch Kekse – bewusst genießen“, so Winzer. Wie Sander ergänzt, gibt es keine Verbote und keine Tabus. Alles ist erlaubt. Aber: „Sich zu sagen, das gönne ich mir jetzt, und ich genieße es – darauf kommt es an. Wir müssen wieder lernen, in dieser besinnlichen Zeit uns selbst wahrzunehmen.“

Daraus folgt: Alles hat seine Zeit – auch das Essen. Wenn all die leckeren Versuchungen, die so sehr auf die Taille schlagen, zu jeder Zeit verfügbar sind, dann hat man bereits halb verloren. Nur leider nicht an Gewicht. Das klingt wie ein Plädoyer gegen den „Süßen Teller“. „Die Süßigkeiten sollten definitiv nicht den ganzen Tag lang auf dem Tisch stehen“, so Winzer. „Wir müssen kontrollieren, wann wir etwas essen.“

Wo wir schon bei der Zeit sind: „Wir tun uns gut, wenn wir an den Feiertagen und den Tagen dazwischen auch Freiräume für Bewegung einplanen“, rät Sander. „Nach einer gehaltvollen Mahlzeit sollten wir eine Bewegungseinheit einbauen.“ Darüber hinaus hilft ein ausgedehnter Spaziergang pro Tag unserem Körper, seine strapazierte Energiebilanz wieder ins rechte Lot zu rücken. Wer viel isst, braucht viel Bewegung. Wer sehr viel isst, braucht noch mehr Bewegung. Wünschenswert ist es, wenn wir versuchen, unser Gewicht über die Feiertage zu halten. Sander: „Es reicht, das Gewicht ein- oder zweimal pro Woche kontrollieren. Sie werden überrascht sein, was sich da tut.“

Die Frage nach dem „Wie“ verlangt ebenfalls nach Antworten. Muss es wirklich die Gans sein, oder lässt sich nicht auch aus Fisch ein festliches Mahl zubereiten? Und wenn doch: Reicht statt des Fünf-Kilo-Brummers nicht auch ein kleinerer Braten oder nur die Keule aus, woran ich anschließend nicht noch drei Tage lang zu essen habe? Müssen es für die Kaffeetafel am Nachmittag wirklich drei Kuchen sein, oder reicht nicht auch einer? Muss ich die Plätzchen wirklich mit Weizenmehl zubereiten, oder gibt es schmackhafte Alternativen? Können wir nicht wenigstens zwischen den Feiertagen auf leichte Kost setzen?

Der Satz „Das hat es bei uns zu Weihnachten doch immer schon gegeben“ beschreibt eine Hürde, die zu nehmen vielen Menschen nicht leicht fällt. „Oft gehen wir doch gedankenlos durch den Supermarkt und packen den Wagen mit den Sachen voll, die wir in den Regalen liegen sehen“, überlegt Winzer. Besser wäre es, würden wir die Abläufe während der Festtage genau planen. Und die Mengen überdenken. „Wenn ich zwischen den Tagen vor dem vollen Kühlschrank stehe und denke, ich muss das alles aufessen, dann habe ich was falsch gemacht“, ergänzt Sander.

Was kann man anders machen? „Wir sollten uns trauen, auch mal andere Rezepte, mal neue Sachen auszuprobieren“, rät Winzer. Fisch zum Beispiel, dazu ein Risotto. Kartoffeln vom Blech sind eine passende und doch leichte Beilage. Ein schmackhafter Salat mit Kräutern. Gesundes Öl statt Schmalz. Vollkornmehl. thm

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