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Bad Eilsen Viele Verbesserungspotenziale entdeckt
Schaumburg Eilsen Bad Eilsen Viele Verbesserungspotenziale entdeckt
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00:31 23.04.2018
Im Namen der AOK überreichen Bettina Sperschneider (Mitarbeiterin der Krankenkasse; Sechste von links) und Volker Kirschbaum (Zweiter von rechts) dem Bückeberg-Klinik-Geschäftsführer Ralf Schönwald eine „Auszeichnung für die Einführung gesundheitsförderlicher Strukturen und Maßnahmen im Unternehmen“. Mit auf dem Bild: Abteilungsleiter des Reha-Unternehmens. Quelle: wk
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Dies hat eine Verbesserung der Gesundheitssituation der Mitarbeiter und damit eine Senkung der krankheitsbedingten Fehlzeiten sowie etwaiger Lohnfortzahlungskosten zum Ziel. Außerdem soll durch eine Optimierung der Arbeitsabläufe und -bedingungen die Zufriedenheit des Personals erhöht werden, was wiederum eine Steigerung des von den Mitarbeitern gezeigten Engagements zur Folge haben soll.

Gestartet ist das Projekt nach Auskunft von Volker Kirschbaum, BGM-Berater der Krankenkasse, Anfang vergangenen Jahres, und zwar mit einer Analyse des damaligen Ist-Zustandes. Dazu wurden die Mitarbeiter der Bückeberg-Klinik mittels entsprechender Fragebögen zu unterschiedlichen Themenkomplexen befragt, wobei die Beantwortung anonym erfolgte. Gefragt wurde nach gesundheitlichen Beschwerden (beispielsweise Rückenschmerzen und Schlafstörungen), nach Belastungen am Arbeitsplatz (etwa ständiges Sitzen, körperlich schwere Arbeit und Lärm) sowie nach dem Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten.

Konkret ging es dabei unter anderem um die Frage, ob sich die Mitarbeiter anerkannt respektive gerecht behandelt fühlen und ob auf private Belange der Beschäftigten Rücksicht genommen wird. Zudem konnten die befragten Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz betreffende Verbesserungsvorschläge machen. Bei der von der AOK gemachten Auswertung der rund 100 Fragen umfassenden Fragebögen wurden überdies die einzelnen Abteilungen, in denen die Bückeberg-Klinik-Mitarbeiter tätig sind, berücksichtigt.

„Mittleres Belastungsniveau“

Im Ergebnis wurde unterm Strich ein „mittleres Belastungsniveau“ festgestellt, berichtet Kirschbaum. Als „verbesserungsfähig“ sei insbesondere der Unternehmensbereich „Küche/Service“ erkannt worden; gefolgt vom „Pflegedienst“ und „medizinischen Dienst“.

In der Folge sei „eine Fülle technischer, organisatorischer und verhaltensbezogener Einzelaufgaben angestoßen und bewältigt“ worden, ergänzt der BGM-Berater. Unter anderem nennt er eine gerechte Verteilung nebst Abbau von Überstunden, die Verbesserung der Klimatisierung in der Küche, die Einführung von „Pufferzeiten vor Arztbesprechungen“, die Erfordernis einer „internen Vertrauensperson“ (Stichwort: Konflikte) und die Durchführung von Kommunikationstrainings. Außerdem werde den Mitarbeitern während des Projektes pro Quartal mindestens eine „verhaltenspräventive Maßnahme“ angeboten, wobei die vier „Präventionsbereiche“ Bewegung, Ernährung, Entspannung/Stressbewältigung und Sucht angegangen werden.

Durch das Projekt „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ habe man „viele Verbesserungspotenziale“ entdeckt, über die man zuvor „nie nachgedacht“ habe, resümiert Ralf Schönwald, der Geschäftsführer der Bückeberg-Klinik. So habe man für den Pflegedienst einen „mobilen Lifter“ (quasi ein besserer Koffer-Kuli) angeschafft, mit dem die Koffer der anreisenden Patienten transportiert und angehoben werden können, um die gepackten Koffer beispielsweise leichter auf eine Kommode legen zu können.

Außerdem biete man allen Mitarbeitern, die unter Verspannungen im Nacken-/Schulterbereich oder unter Rückenschmerzen leiden, kostenlose Massagen (einmal monatlich) durch die im Haus angestellten Therapeuten an. Voraussetzung dafür sei lediglich, dass die jeweiligen Massagen von einem der ebenfalls in der Bückeberg-Klinik beschäftigten Ärzte befürwortet werden. wk

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