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Vom Fernsehen ins Theater

Erster Vorhang hebt sich am Sonnabend im "Palais im Park" Vom Fernsehen ins Theater

Das „Palais im Park“ in Bad Eilsen ist soeben eröffnet worden, und schon kommt der „Tatortreiniger“ in den Julianensaal. Genauer gesagt handelt es sich um den Tatortreiniger der Schaumburger Bühne.

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Oliver Beckers und Maike Stratmann bei Proben zur Episode „Ja, ich will“.

Quelle: pr.

Bad Eilsen. In Anlehnung an die beliebte TV-Serie hat das Ensemble den Tatortreiniger als Sommerprojekt für die Bühne inszeniert. Am Sonnabend, 12. September, werden ab 17 und ab 20 Uhr jeweils drei Folgen gespielt.

 Seine Arbeit beginnt dort, wo sich andere vor Entsetzen übergeben: der Tatortreiniger. Der Protagonist trifft bei seiner Arbeit auf unterschiedliche Menschen und Befindlichkeiten. Mit viel Scharfsinn und trockenem Humor putzt er außer Blut und Leichenteilen auch gleich so manches Vorurteil aus dem Weg.

 „Als erstes Theater konnten wir die Aufführungsrechte an einigen Episoden des ‚Tatortreinigers‘ erwerben“, erklärt Oliver Beckers, Initiator dieses Sommerprojektes und Vorsitzender der Schaumburger Bühne. „Nach der Wiedereröffnung des Julianensaal freuen wir uns, als erstes Theater dort wieder spielen zu dürfen.“

 Peter Reinhold hat für das Sommerprojekt die Regiearbeit übernommen. Zunächst sind fünf Episoden geplant: „Ganz normale Jobs“, „Nicht über mein Sofa“, „Ja, ich will“, „Geschmacksache“ und „Spuren“. Jeweils drei Folgen wird das Ensemble in jeder der beiden Aufführungen auf die Bühne bringen.

 Hauptdarsteller ist Tatortreiniger Heiko Schotte, kurz: Schotty. In einer Episode säubert er das blutverschmierte Badezimmer einer Wohnung, als es an der Tür klingelt. Es ist aber nicht der Mörder, der da klingelt, sondern eine Prostituierte.

 In einer weiteren Begegnung beseitigt Schotty die Spuren einer ominösen Explosion. Sehr zum Verdruss eines Schriftstellers, dessen Tante dabei ums Leben gekommen ist.

 Schottys Einsatzgebiet ist auch die Praxis eines Psychologen – eine echte Herausforderung. Als eine Patientin auftaucht, kommt Schotty in arge Bedrängnis. Die hübsche Frau ihm gegenüber hat ihn gerade gefragt, ob er am nächsten Sonnabend gegen Geld heiraten würde.

 Schotty wird auch in die Villa einer reichen Witwe gerufen. Dort ist ein Einbrecher ums Leben gekommen, als dieser auf der Flucht eine Treppe hinabstürzte. Das jedenfalls behauptet die alte Dame.

 Premiere mit diesem abendfüllenden Programm hatte das Ensemble unlängst im Kleinen Theater am Weingarten in Minden. Die Vorstellung im Julianensaal ist ein weiterer Höhepunkt im Kultursommer.

 Für die Vorstellungen gibt es Eintrittskarten im Vorverkauf, und zwar in der Touristinformation im Haus des Gastes (zu den normalen Öffnungszeiten) in Bad Eilsen. Sie kosten jeweils zehn Euro (ermäßigt acht Euro) oder als Kombi-Karte (für beide Vorstellungen) je 17 Euro. Außerdem gibt es Karten auch an der Tageskasse. thm

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