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Von Spiegelbildern und Spiegelungen

Kunstausstellung im „Fürstenhof“ Von Spiegelbildern und Spiegelungen

Dass die bildende Kunst schier endlose Betätigungsfelder bietet, ist nicht neu. Die gerade eröffnete 115. Ausstellung in der Wandelhalle des „Fürstenhofes“ in Bad Eilsen liefert einen weiteren Beweis dafür.

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Werkbeispiele:„Der Pilz“ von Gabriele Brose-Konrad.

Quelle: sig

Bad Eilsen. An ihr beteiligen sich drei Mindener Künstler mit Bildern, Objekten und Skulpturen. Als gemeinsames Motto haben sie den Begriff „Spiegelungen“ genommen.

 Diese Wortwahl liegt nahe, denn in den meisten ausgestellten Werken spiegelt sich viel vom Denken. Fühlen und Empfinden sowie von den Lebenserfahrungen der gestaltenden Personen. Da fließt ein, was zur Persönlichkeit des jeweiligen Kunstschaffenden gehört, bei den Betrachtern aber unterschiedliche Deutungen zulässt.

 Auch bei dieser Ausstellung benötigt der Besucher einige Zeit, um aus den Werken abzuleiten, welche Gedanken, Ideen und Gefühle genau diese und keine andere Darstellung zugelassen haben. Nicht immer wird man dabei ganzrichtig liegen, denn es gibt gewiss unterschiedliche Betrachtungsweisen. Zum Beispiel, wenn es um die Darstellung solcher Begriffe geht wie Lebensformen, Zuordnung, Auflösung und Geistesblitz. Diese lassen sich nicht naturalistisch wiedergeben.

 Die für die Ausstellungen in der Wandelhalle zuständige Freizeittherapeutin des Rehazentrums, Kerstin Henke, befasste sich in ihrer Laudatio bei der Vernissage zuerst mit der Ausstellerin Manuela Johne-Sander. Sie startete ihre künstlerische Karriere vor 30 Jahren als Autodidaktin. In der Folgezeit besuchte sie Bildhauerkurse, Workshops im Malen mit Öl- und Acrylfarben sowie zusätzlich noch diverse Zeichenkurse.

 Die außerordentlich vielseitige Frau ist zertifizierte Mediatorin, Betriebswirtin und Handwerksmeisterin und arbeitet als Lehrkraft für diverse künstlerische Workshops an mehreren Mindener Schulen. Ihr liebstes Material ist Holz. Dabei hat das Thema „Spiegelung“ für sie eine bevorzugte Bedeutung. Sie verarbeitet es auch in ihren Bildern.

 Gabriele Brose-Konrad ist seit vielen Jahren als Kunstlehrerin in der Weserstadt tätig. Nebenbei gibt sie Kunstkurse für Kinder als besonderes Angebot an einer Musikschule. In ihrer Freizeit ist sie bemüht, sich im Malen und Zeichnen noch weiter zu entwickeln, unter anderem durch mehrjährige Kurse.

 Die Künstlerin gibt manchen ihrer Bilder eine deutlich sichtbare Struktur, unter anderem durch das Verwenden von Marmormehl, das natürlich viel feiner ist als Sand und zusätzliche Färbungen möglich macht.

 Brose-Konrad gestaltet gern großformatige Bilder, zum Beispiel ein Motiv, in dem die Farbe Grün dominiert und auf ein kleines Mädchen förmlich hinabrieselt wie im Märchen die Schneeflocken aus den Betten von Frau Holle.

 Einer der ältesten Kunstschaffenden, der bisher in der Wandelhalle ausgestellt hat, dürfte der 86-jährige Jürgen Dammit sein. Er hat in München die Meisterprüfung im grafischen Gewerbe abgelegt und jahrzehntelang in der Druckbranche gearbeitet. Nahe dem Rentneralter befasste er sich mit einer Grundausbildung in der Holzverarbeitung. Von 1988 an beschäftigte er sich intensiv mit der Bildhauerei und der Herstellung von Mosaiken, unter anderem aus Granit und Marmor.

 Bei einem Bildhauer befasste sich Dammit mit figürlichen Darstellungen in Ton. Es folgten Fortbildungen mit Holz und Stein sowie bei einer Sommerakademie mit Kalk- und Sandstein.

 Das Künstlertrio hat bereits an einer Fülle von Ausstellungen teilgenommen, Dammit sogar in Paris. Gemeinsam gehört man gleich mehreren Mindener Kunstvereinen an, was auch künftig sicherlich zu weiteren Gemeinschaftsausstellungen führen wird.

 Musikalisch wurde die Vernissage ausgestaltet von dem erst 17-jährigen Louis-Marvin Sander, einem Sohn der ausstellenden Malerin. Er spielt Violine sowie Klavier und leitet in Minden bereits zwei Schulorchester. Mit seinen hoch entwickelten musikalischen Fähigkeiten überzeugte er die Zuhörer, die ihn dann auch folgerichtig nicht ohne Zugabe entließen. sig

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